KOYO
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Das Rillenkugellager 6814 C3 bietet eine platzsparende Dünnring-Konstruktion für 70-mm-Wellen bei 90 mm Außendurchmesser und 10 mm Baubreite.
Das Rillenkugellager 6814 C3 von JTEKT-KOYO ist ein einreihiges Radialkugellager in besonders schmaler Bauweise. Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 90 mm und einer Breite von 10 mm beansprucht dieses Bauteil minimalen radialen Bauraum. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 führt ein Stahlblechkäfig die Wälzkörper in den Laufbahnen. Durch die offene Ausführung eignet sich das Lager vor allem für Konstruktionen mit externem Schmierkreislauf.
Konstrukteure greifen auf diese Bauform zurück, wenn bei großem Wellendurchmesser nur wenig Einbauraum im Gehäuse zur Verfügung steht. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau sowie in kompakten Konstruktionen mit schlanken Gehäusekonturen. Da das Lager beidseitig offen gestaltet ist, gelangt Schmieröl oder Schmierfett direkt an die Kontaktflächen. Das Bauteil deckt einen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad Celsius ab und nimmt radiale Belastungen sowie axiale Führungskräfte auf.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber der Standardausführung. Sie wählen diese Variante, wenn im Betrieb mit einer thermischen Ausdehnung der Welle zu rechnen ist oder feste Passungen das Betriebsspiel nach dem Einbau merklich verringern. Auf diese Weise bleibt die Leichtgängigkeit auch bei Erwärmung erhalten. Da dieses Modell ohne eigene Dichtelemente auskommt, schützen externe Gehäusedichtungen das Bauteil vor dem Eindringen von Schmutzpartikeln.
Dieses einreihige Rillenkugellager weist einen Innendurchmesser von 70 mm, einen Außendurchmesser von 90 mm und eine schmale Breite von 10 mm auf. Durch diesen geringen Querschnitt gehört es zu den Dünnringlagern, die bei großem Wellendurchmesser wenig Bauraum im Gehäuse beanspruchen. Beide Ringe und die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine größere radiale Lagerluft als bei der Normalausführung. Dieser Spielraum gleicht Durchmesserdifferenzen aus, die entstehen, wenn sich Innen- und Außenring im laufenden Betrieb ungleichmäßig erwärmen. Zudem verringert ein strammer Festsitz auf der Welle das radiale Spiel, weshalb die C3-Ausführung einem Klemmen der Wälzkörper entgegenwirkt.
Der Stahlblechkäfig hält die Kugeln auf gleichmäßigem Abstand und reduziert die gegenseitige Reibung der Wälzkörper. Blechkäfige zeichnen sich durch ein geringes Eigengewicht sowie gute Beständigkeit gegenüber gängigen Industrieschmierstoffen aus. In Verbindung mit der offenen Bauform ermöglicht der Käfig einen ungehinderten Schmiermitteldurchfluss im Temperaturbereich zwischen -20 und +150 Grad Celsius.
Da das Lager ab Werk weder über Deck- noch über Dichtscheiben verfügt, erfolgt die Schmierstoffversorgung über die umgebende Gehäusekonstruktion. Sie können das Lager je nach Anwendung flexibel mit Öl oder Schmierfett versorgen. Um Verunreinigungen und Schmiermittelverlust zu vermeiden, sind gehäuseseitige Dichtelemente wie Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen vorzusehen.
Das Lager entspricht der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Diese Normaltoleranz erfüllt die regulären industriellen Anforderungen an Rundlauf, Maßgenauigkeit und Parallelität der Laufbahnen. Für Standardanwendungen im Maschinenbau bietet diese Einstufung einen passgenauen Sitz auf Welle und Gehäusebohrung.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die Formstabilität des Wälzlagerstahls sowie der Stahlblechkäfig unterstützen den Einsatz auch bei erhöhter Betriebswärme. Entscheidend für den verlässlichen Betrieb ist dabei die Wahl eines Schmierstoffs, der für die jeweilige Betriebstemperatur freigegeben ist und Schmierverluste verhindert.