KOYO
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Das Rillenkugellager 6203 C4 von JTEKT-KOYO gleicht mit 17x40x12 mm und stark vergrößerter Lagerluft thermische Ausdehnungen bei erhöhten Betriebstemperaturen aus.
Das Rillenkugellager 6203 C4 von JTEKT-KOYO ist ein einreihiges Radialkugellager nach DIN-Toleranzklasse P0 (ABEC 1) aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Mit einer Bohrung von 17 mm, einem Außendurchmesser von 40 mm und einer Breite von 12 mm nimmt diese Ausführung radiale Kräfte sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen auf. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper mit geringem Rollwiderstand. Durch die offene Konstruktion ohne Dichtscheiben lässt sich das Lager direkt in bestehende Schmierkreisläufe mit Öl oder Wälzlagerfett integrieren.
Diese Lagerausführung eignet sich vor allem für Lagerstellen mit starker Erwärmung oder merklichen Temperaturunterschieden zwischen rotierender Welle und Gehäuse. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Bei offener Bauform zirkuliert das Schmiermittel ungehindert, sofern externe Gehäusedichtungen den Eintritt von Schmutzpartikeln verhindern. Die symmetrische Rillengeometrie nimmt radiale Lasten sowie beidseitige Axialkräfte über die tiefen Laufbahnen auf.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark vergrößerte Radiallagerluft hin, die deutlich über dem normalen Betriebsspiel und über der Stufe C3 liegt. Dieses Radialspiel dient dem Ausgleich wärmebedingter Längs- und Querdehnungen von Welle und Innenring im laufenden Betrieb. Ohne vergrößertes Spiel könnte ein Temperaturanstieg zu Verspannungen oder vorzeitigem Verschleiß der Laufbahnen führen. Vor der Montage sind daher die Passungsverhältnisse und erwarteten Temperaturdifferenzen sorgfältig abzugleichen.
Mit 17 mm Bohrung, 40 mm Außendurchmesser und 12 mm Baubreite entspricht das Modell den genormten Hauptabmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ohne Nut oder Flansch ausgeführt. Diese standardisierten Abmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in vorgegebene Gehäuse- und Wellensitze.
Das Nachsetzzeichen C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte Radiallagerluft. Der Innenring und die Wälzkörper weisen im Ausgangszustand mehr radiales Spiel zum Außenring auf als bei der Normalausführung oder der Stufe C3. Dies trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu verhindern, wenn sich die Welle im laufenden Betrieb stärker erwärmt als das umgebende Gehäuse.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig und Ringen aus Wälzlagerstahl 100Cr6 bleibt das Bauteil innerhalb dieses Fensters formstabil. Bei der Auslegung der Lagerstelle ist ein Schmierstoff zu wählen, der diese Betriebstemperaturen dauerhaft abdeckt.
Offene Rillenkugellager besitzen herstellerseitig keine Deck- oder Dichtscheiben. Diese Bauform bietet minimale Reibungsverluste und eignet sich für geschlossene Getriebegehäuse, in denen ohnehin ein Schmierkreislauf aktiv ist. Da das Lager ab Werk unbefettet ist, erfordert die Lagerstelle eine Schmierung mit Öl oder Wälzlagerfett sowie eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutzpartikel.
Die Fertigung erfolgt nach der Standard-Toleranzklasse P0 (auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet). Diese Normklasse definiert zulässige Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten für Wellen- und Gehäusesitze und deckt die Anforderungen industrieller Standardantriebe im normalen Präzisionsbereich ab.
Als Radialkugellager überträgt diese Bauart in erster Linie radiale Kräfte senkrecht zur Wellenachse. Durch die tief in den Ringen eingearbeiteten Laufrillen kann das einreihige Rillenkugellager zusätzlich axiale Kräfte in beiden Richtungen führen. Für reine oder überwiegende Axialbelastungen sind hingegen Axialkugellager oder Schrägkugellager zu bevorzugen.