KOYO
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| 30 | 6,57 € | 59,06 € |
Das Rillenkugellager 6217 C4 von JTEKT-KOYO bietet mit 85 mm Bohrung und vergrößerter C4-Lagerluft sicheren Lauf bei thermischen Belastungen.
Das Rillenkugellager 6217 C4 ist ein einreihiges Radial-Wälzlager nach Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Als offene Variante ohne Dichtscheiben konzipiert, lässt sich das Lager direkt in geschmierte Gehäuse integrieren. Der robuste Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig zwischen dem zylindrischen Innen- und Außenring. Mit den Abmessungen 85x150x28 mm nimmt dieses Wälzlager vorwiegend radiale sowie moderate axiale Kräfte auf.
Konstrukteure und Instandhalter nutzen diese Lagerung vor allem in Aggregaten, bei denen betriebsbedingte Erwärmung zu Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse führt. Durch den zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad eignet sich das Bauteil für den Einsatz in thermisch beanspruchten Baugruppen und rotierenden Antriebssystemen. Die offene Bauform begünstigt eine kontinuierliche Umspülung durch Schmieröl oder Betriebsfett aus dem umgebenden System, was Reibungsverluste gering hält.
Die Angabe C4 bezeichnet eine stark erhöhte Radiallagerluft, die über dem normalen Betriebsspiel und über der Stufe C3 liegt. Dieses Radialspiel gleicht thermische Dehnungen der Wellen im Betrieb aus, ohne dass die Wälzkörper zwischen den Laufbahnen klemmen. Auch feste Passungen am Lagersitz lassen sich damit realisieren, da das anfängliche Radialspiel beim Aufpressen des Innenrings verringert wird, während im Betriebszustand ein freier Leichtlauf verbleibt.
Mit einem Innendurchmesser von 85 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm sowie einer Breite von 28 mm entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen. Der Außenring besitzt keinen Flansch und keine Nut, wodurch sich das Lager bündig in zylindrische Gehäusebohrungen einsetzen lässt.
Das Nachsetzzeichen C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte interne Radiallagerluft vor dem Einbau. Diese Ausführung ist speziell für Anwendungen vorgesehen, bei denen starke Temperaturgradienten zwischen Innenring und Außenring auftreten oder sehr feste Passungen gewählt werden. Das größere Spiel beugt einer unzulässigen Verspannung der Kugeln im Betrieb vor.
Da das Lager werksseitig ohne Dichtscheiben ausgeführt ist, enthält es keine Grundbefettung. Die Schmierung erfolgt bei der Montage über das Maschinengehäuse mit geeignetem Öl oder Wälzlagerfett. Die offene Bauweise erlaubt dabei den einfachen Austausch des Schmierstoffs im Rahmen regelmäßiger Wartungsintervalle.
Die Komponenten aus Standard-Wälzlagerstahl und der verbaute Stahlblechkäfig sind für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Innerhalb dieser Spanne behält das Material seine Maßstabilität. Bei der Auslegung der Schmierung ist darauf zu achten, dass das gewählte Schmiermittel den jeweiligen Temperaturen im Dauerbetrieb standhält.
Das Bauteil wird in der Standard-Toleranzklasse P0 (auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet) gefertigt. Diese Klasse deckt die üblichen Genauigkeitsanforderungen des allgemeinen Maschinen- und Anlagenbaus ab. Sie ermöglicht eine wirtschaftliche Fertigung der Lagersitze auf Wellen und in Gehäusen ohne übermäßig enge Passungsvorgaben.
Sowohl die massiven Ringe als auch die Wälzkörper bestehen aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), der hohen Druckspannungen widersteht. Der Käfig ist aus gepresstem Stahlblech gefertigt. Diese Materialkombination bietet eine bewährte mechanische Festigkeit für anspruchsvolle Radiallasten in Industrieanlagen.