KOYO
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Das Rillenkugellager 6211 C4 von JTEKT-KOYO bietet mit 55x100x21 mm und C4-Lagerluft zuverlässigen Lauf bei starker Erwärmung.
Das Rillenkugellager 6211 C4 ist ein einreihiges Radialkugellager für Wellen mit 55 mm Durchmesser. Als offene Ausführung ohne Dichtscheiben eignet sich dieses Wälzlager vor allem für geschmierte Systeme, in denen das Schmiermittel ungehindert zirkulieren kann. Ringe und Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Ein Stahlblechkäfig führt die Kugeln gleichmäßig in den tiefen Laufrillen von Innen- und Außenring.
Konstrukteure wählen das Rillenkugellager 6211 C4 für rotierende Maschinenkomponenten, bei denen vorwiegend Radialkräfte und moderate Axialkräfte wirken. Da das Lager offen ausgeführt ist, lässt es sich direkt in bestehende Ölkreisläufe einbinden oder mit passendem Wälzlagerfett schmieren. Der zugelassene Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius, wodurch die Baugruppe für thermisch anspruchsvolle Betriebszustände ausgelegt ist.
Die interne Lagerluft C4 liegt über dem normalen Betriebsspiel sowie über der Stufe C3. Diese Auslegung dient dazu, einem Klemmen der Wälzkörper entgegenzuwirken, wenn betriebsbedingt erhebliche Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Erwärmt sich die Welle stärker als das Gehäuse, dehnt sich der Innenring aus und verringert das radiale Spiel. Auch bei festen Passungen gleicht das vergrößerte Radialspiel die Aufweitung aus, damit die Lagerung leichtgängig bleibt.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 55 mm für die Wellenaufnahme, einen Außendurchmesser von 100 mm für den Gehäusesitz sowie eine Breite von 21 mm. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Ringnut aus, sodass eine zylindrische Gehäusebohrung erforderlich ist.
Die Kennzeichnung C4 steht für eine stark vergrößerte Radiallagerluft. Sie definiert das radiale Spiel zwischen den Kugeln und den Laufbahnen vor dem Einbau. C4 bietet mehr Spielraum als die Standardluft und C3, um starke thermische Dehnungen oder feste Passungssitze auszugleichen.
Als offenes Bauteil ist diese Ausführung ungekapselt und besitzt keine Schmierfettfüllung. Die Schmierung erfolgt bei der Montage durch ein geeignetes Wälzlagerfett oder über eine externe Ölschmierung im Gehäuse, um den direkten Kontakt zwischen Wälzkörpern und Laufbahnen zu verringern.
Ausgelegt ist das Bauteil für einen Einsatzbereich von -20 bis +150 Grad Celsius. Der integrierte Stahlblechkäfig sowie der Wälzlagerstahl 100Cr6 bleiben innerhalb dieser Temperaturspanne formstabil, sofern das verwendete Schmiermittel ebenfalls für die auftretenden Betriebstemperaturen spezifiziert ist.
Das Modell ist in der Toleranzklasse P0 bzw. PN gefertigt, was der internationalen Einstufung ABEC 1 entspricht. Diese Normaltoleranz deckt standardmäßige Anforderungen im allgemeinen Maschinenbau ab und ermöglicht einen passgenauen Sitz auf präzise bearbeiteten Wellen und Gehäusebohrungen.