KOYO
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Das einreihige Rillenkugellager 6016 C4 von JTEKT-KOYO bietet mit 80x125x22 mm und stark erhöhter Radiallagerluft Raum für thermische Ausdehnung.
Das Rillenkugellager 6016 C4 ist ein offenes, einreihiges Radialkugellager aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6). Es nimmt vorrangig radiale Kräfte auf und stützt zusätzlich axiale Belastungen in beiden Richtungen ab. Mit einem Innenringdurchmesser von 80 mm, einem Außendurchmesser von 125 mm sowie einer Breite von 22 mm entspricht die Geometrie den Vorgaben der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1. Die offene Bauform erlaubt eine flexible Schmierung über das Gehäusesystem.
Konstruktionen mit Betriebstemperaturen zwischen -20 und +150 Grad nutzen dieses Lager, wenn zwischen Welle und Gehäuse merkliche Temperaturunterschiede auftreten. Typische Einsatzfelder finden sich in industriellen Lagerungen mit erhöhter Betriebswärme. Da das Lager weder Dicht- noch Deckscheiben besitzt, eignet es sich für Einbauumgebungen mit gehäuseseitiger Schmierstoffversorgung. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper und hält den Reibungswiderstand gering.
Die Kennzeichnung C4 weist auf eine stark vergrößerte interne Radiallagerluft hin, die über dem gängigen C3-Wert liegt. Beim Einpressen mit festen Passungen verengt sich das Lagerspiel im Betrieb. Zusätzliche Erwärmung der Welle führt zu weiterer Ausdehnung des Innenrings. Die C4-Luft fängt diesen Schwund auf und beugt inneren Verspannungen sowie vorzeitiger Ermüdung vor. Bei Normaltemperaturen ohne thermische Differenzen sollte geprüft werden, ob eine kleinere Lagerluft zweckmäßig ist.
Mit einer Bohrung von 80 mm, einem Außendurchmesser von 125 mm und einer Breite von 22 mm entspricht die Ausführung den genormten Vorgaben für Radialkugellager. Diese Abmessungen erfordern exakt abgestimmte Lagersitze auf Welle und Gehäuse.
Die interne Lagerluft C4 bezeichnet ein stark vergrößertes Radialspiel vor dem Einbau. Diese Variante trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn starke Erwärmungen an der Welle oder feste Passungssitze das Betriebsspiel im laufenden Prozess reduzieren.
Als offenes Rillenkugellager besitzt dieses Modell ab Werk keine Dichtscheiben und keine Grundbefettung. Das Schmiermittel, etwa Schmieröl oder Wälzlagerfett, wird extern über das Gehäuse zugeführt, wodurch sich Schmierstoffe im laufenden Betrieb bedarfsgerecht austauschen lassen.
Zwischen -20 und +150 Grad ist das Bauteil für den Einsatz ausgelegt. Der verbaute Stahlblechkäfig und der Wälzlagerstahl 100Cr6 behalten innerhalb dieses Rahmens ihre Formstabilität und mechanische Festigkeit.
In der Normaltoleranz P0 gefertigt, entspricht das Lager den Vorgaben nach PN bzw. ABEC 1. Diese Spezifikation deckt die üblichen Genauigkeitsanforderungen im allgemeinen Maschinenbau sachgerecht ab.