FAG
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Das Rillenkugellager 6340 -M-C3 von FAG bietet mit 200 mm Bohrung, Messingkäfig und vergrößerter C3-Lagerluft hohe Betriebssicherheit bei Temperaturen bis +200 °C.
Das Rillenkugellager 6340 -M-C3 von FAG Wälzlager ist ein offenes, einreihiges Radialkugellager für anspruchsvolle Schwerlastanwendungen im Maschinen- und Anlagenbau. Mit einer Bohrung von 200 mm, einem Außendurchmesser von 420 mm sowie einer Breite von 80 mm gehört dieses Großlager zu den hochbelastbaren Wälzlagern für rotierende Wellen. Die Fertigung aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 unterstützt formstabile Laufeigenschaften. Das Lager nimmt primär radiale Kräfte sowie beidseitig wirkende axiale Lasten auf. Durch die offene Bauform eignet es sich für geschmierte Systeme in geschützten Einbauräumen.
Dieses einreihige Rillenkugellager kommt vor allem dort zum Einsatz, wo schwere Wellen mit hohen Radialkräften gelagert werden müssen. Typische Einsatzfelder finden sich in Industriegetrieben und schweren Antrieben mit ausgeprägter radialer Belastung. Weil das Lager ohne integrierte Dichtung ausgeführt ist, lässt es sich über externe Schmierstoffkreisläufe mit Öl oder Fett versorgen. Konstrukteure nutzen diese Variante gezielt in Gehäusen, die bereits über eigene Dichtsysteme verfügen, um Reibungswärme im Dauerbetrieb gering zu halten.
Die Ausführung -M-C3 kennzeichnet zwei wesentliche technische Eigenschaften für anspruchsvolle Betriebszustände. Der massive Messingkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm und widersteht starken Beschleunigungskräften sowie thermischen Einflüssen bis +200 °C. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht Maßänderungen aus, wenn sich Welle und Gehäuse im Betrieb ungleichmäßig erwärmen oder stramme Passungen gefordert sind. Das Lager entspricht der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) und stellt eine funktionsgerechte Lösung dar, wenn Standard-Lagerluft durch Wärmeausdehnung zu Verspannungen führen würde.
Das Lager weist eine Bohrung von 200 mm, einen Außendurchmesser von 420 mm und eine Breite von 80 mm auf. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen einen passgenauen Sitz auf schweren Wellen. Außenring und Innenring sind zylindrisch ausgeführt und besitzen weder Nut noch Flansch, was den Einbau in passende Gehäusebohrungen erleichtert.
Das Nachsetzzeichen M kennzeichnet die Ausstattung mit einem massiven Messingkäfig. Im Vergleich zu einfachen Stahlblechkäfigen zeichnet sich Messing durch hohe Festigkeit, gute Notlaufeigenschaften und ausgeprägte Beständigkeit gegen Vibrationen aus. Dieser Werkstoff eignet sich für Anwendungen mit wechselnden Drehzahlen, Stoßbelastungen oder höheren Betriebstemperaturen bis zu +200 °C.
Das Kürzel C3 signalisiert eine radial vergrößerte Lagerluft gegenüber der Normalausführung. Bei großen Wellendurchmessern von 200 mm führt Reibungswärme oder ein fester Presssitz oft zu einer Ausdehnung des Innenrings. Die C3-Lagerluft wirkt einem Einengen der Wälzkörper im Betrieb entgegen und unterstützt so einen leichten, verspannungsfreien Lauf.
Der zulässige Temperaturbereich erstreckt sich von -30 °C bis +200 °C. Der verwendete Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie der Messingkäfig behalten über dieses breite Spektrum ihre Formstabilität. Für den zuverlässigen Betrieb ist ein Schmierstoff zu wählen, dessen Viskosität und thermische Beständigkeit auf die jeweilige Betriebstemperatur abgestimmt sind.
Offene Lager besitzen keine integrierten Dicht- oder Deckscheiben. Dadurch kann Schmieröl ungehindert zirkulieren und Wärme aus der Lagerung abführen. Konstrukteure setzen offene Bauformen ein, wenn die Abdichtung gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit über das umgebende Maschinengehäuse gelöst ist oder eine kontinuierliche Ölumlaufschmierung vorliegt.
Dieses Wälzlager wird in der Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Normaltoleranz bietet für den industriellen Großmaschinenbau ein ausgewogenes Verhältnis von Maßhaltigkeit und Montagefreundlichkeit. Die Ringe lassen sich mit den üblichen zylindrischen Passungen präzise auf der Welle und im Gehäuse montieren.
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