SKF
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Das Rillenkugellager RMS6 von SKF ist ein offenes, einreihiges Wälzlager mit zölligen Hauptabmessungen von 19,05 x 50,8 x 17,462 mm.
Das Rillenkugellager RMS6 von SKF nimmt primär radiale Kräfte sowie moderate axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Die Abmessungen mit 19,05 mm Bohrung, 50,8 mm Außendurchmesser und 17,462 mm Breite entsprechen der zölligen RMS-Baureihe. Durch den Stahlblechkäfig und Wälzkörper aus 100Cr6-Wälzlagerstahl eignet sich das Bauteil für den industriellen Einsatz. Es verfügt über eine normale Radiallagerluft und ist für Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad Celsius ausgelegt.
Konstruktionen mit zölligen Wellen- und Gehäusemaßen bilden das zentrale Einsatzfeld für diesen Lagertyp. Häufig findet sich das Rillenkugellager RMS6 in mechanischen Baugruppen und Antriebselementen mit angloamerikanischem Maßsystem. Da das Lager beidseitig offen ausgeführt ist, erfordert die Lagerstelle eine externe Abdichtung über das Gehäuse. Dadurch lässt sich das Lager direkt über ein vorhandenes Ölbad oder ein zentrales Schmiersystem im Aggregat mit Schmierstoff versorgen.
Die offene Bauart minimiert den Drehwiderstand, da keine schleifenden Dichtlippen am Innenring anliegen. Dies erlaubt höhere Betriebsdrehzahlgrenzen im Vergleich zu berührend abgedichteten Varianten. Die Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) steht für eine standardisierte Laufgenauigkeit im Maschinenbau. Mit der normalen Radiallagerluft liegt eine Abstimmung vor, die bei gewöhnlichen Betriebstemperaturen zwischen -20 und +120 Grad Celsius ein gleichmäßiges Abrollen des Wälzkörpersatzes unterstützt.
Die Hauptabmessungen folgen dem zölligen Maßsystem. Die Bohrung für die Welle beträgt 19,05 mm, der Außendurchmesser misst 50,8 mm und die Breite liegt bei 17,462 mm. Der zylindrische Außenring besitzt weder Nut noch Flansch, was den bündigen Einbau in zylindrische Gehäusebohrungen ermöglicht.
Als offenes Lager verzichtet diese Variante bewusst auf integrierte Deck- oder Dichtscheiben. Diese Konstruktion reduziert das Reibungsmoment auf ein Minimum und ermöglicht die direkte Schmierung über den Gehäusekreislauf, beispielsweise durch Ölnebel oder Ölbäder. Im Gegenzug müssen Gehäusedichtungen das Innere der Lagerung vor Staub, Feuchtigkeit und Schmutzpartikeln von außen schützen.
Die Toleranzklasse P0/PN entspricht der Standard-Präzision beziehungsweise ABEC 1 im internationalen Sprachgebrauch. Sie deckt die Anforderungen des allgemeinen Maschinenbaus bezüglich Maß-, Form- und Laufgenauigkeit ab. Für diese Genauigkeitsklasse genügen marktübliche Bearbeitungsverfahren der Gegenstücke, sodass keine extrem fein geschliffenen Lagersitze erforderlich sind.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Die Komponenten aus gehärtetem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und der formstabile Stahlblechkäfig behalten in dieser Spanne ihre strukturelle Festigkeit. Bei der Festlegung der tatsächlichen Einsatzgrenzen ist zusätzlich die thermische Beständigkeit des extern zugeführten Schmieröls oder Schmierfetts zu berücksichtigen.
Die tiefe Laufrille der einreihigen Konstruktion nimmt vorwiegend radiale Belastungen senkrecht zur Wellenachse auf. Gleichzeitig überträgt die Geometrie moderate axiale Kräfte in beiden Richtungen. Dadurch stabilisiert das Lager Wellen in axialer Richtung, ohne dass zusätzliche Bauelemente nötig sind. Bei vorwiegend stoßartigen oder extrem hohen Axialkräften empfehlen sich separate Drucklager.
Das Lager enthält einen geführten Stahlblechkäfig. Diese Käfigausführung hält die Wälzkörper auf gleichmäßigem Abstand und verhindert den gegenseitigen Kontakt der Kugeln. Der Käfig zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie gute Beständigkeit gegenüber Schmierstoffen aus und trägt zu einer geringen Wärmeentwicklung während der Rotation bei.
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