SKF
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Das Rillenkugellager 6004 -2RSLTN9/HC5C3WT von SKF vereint 20x42x12 mm Einbaumaße mit stromisolierenden Siliziumnitrid-Keramikkugeln für anspruchsvolle elektrische Antriebe.
Das Rillenkugellager 6004 -2RSLTN9/HC5C3WT ist ein einreihiges Hybrid-Wälzlager von SKF. Bei dieser Sonderausführung laufen Wälzkörper aus Siliziumnitrid (Si3N4) zwischen Ringen aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6). Die Bauform ohne Flansch oder Nut am Außenring entspricht den Hauptabmessungen 20 mm Bohrung, 42 mm Außendurchmesser und 12 mm Breite. Durch die keramischen Kugeln bietet dieses Lager einen integrierten Schutz vor Stromdurchgang und eignet sich für drehzahlvariable Anwendungen im Maschinen- und Motorenbau.
Der Einsatz dieses Hybridlagers empfiehlt sich in Anwendungen, bei denen elektrische Ströme über die Welle fließen können. Die Kugeln aus Keramik wirken als elektrischer Isolator und schützen vor Funkenbildung zwischen Wälzkörper und Laufbahn. Dadurch beugt die Konstruktion Riffelbildung und Schmierstoffabbau vor. Typische Einsatzfelder finden sich in frequenzumrichtergesteuerten Antrieben, bei denen elektrische Entladungen im Wälzkontakt vermieden werden müssen.
Die Ausführung verfügt über eine beidseitige, berührungsarme Dichtung (2RSL). Diese Konstruktion hält Schmutzpartikel fern und verringert gleichzeitig den Reibungswiderstand gegenüber schleifenden Standarddichtungen. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht thermische Ausdehnungen im Betrieb aus. Ein formstabiler Polyamidkäfig sorgt für Kugelumlauf, während die ab Werk eingebrachte Hochtemperaturbefettung für einen Betriebstemperaturbereich von +70 bis +120 Grad ausgelegt ist.
Die Wälzkörper bestehen aus Siliziumnitrid (Si3N4). Dieses Material leitet keinen elektrischen Strom und dient der Isolierung gegenüber Stromdurchschlägen von der Welle auf das Gehäuse. Zudem weist Keramik eine geringere Dichte als Stahl auf, was die Fliehkräfte bei hohen Drehzahlen mindert und die Beanspruchung der Laufbahnen reduziert.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 20 mm, einen Außendurchmesser von 42 mm und eine Breite von 12 mm. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus. Es entspricht der genormten Baureihe 6004 und fügt sich maßlich in standardisierte Lagersitze ein.
Die Kennzeichnung 2RSL steht für beidseitig angebrachte, berührungsarme Dichtscheiben. Diese Scheiben schützen das Innere vor eindringenden Fremdkörpern und Feuchtigkeit. Gegenüber schleifenden Dichtungen erzeugen sie geringe Reibungswärme, wodurch das Lager für höhere Drehzahlen geeignet bleibt.
Die Bezeichnung C3 weist auf eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung hin. Diese zusätzliche Luft dient dem Ausgleich, wenn sich Welle und Innenring im Betrieb stärker erwärmen und ausdehnen als das Gehäuse. Dadurch bleibt die Leichtgängigkeit auch bei Betriebstemperaturen von bis zu +120 Grad erhalten.
Die Kombination aus speziellem Hochtemperaturfett, dem Polyamidkäfig und den berührungsarmen Dichtungen definiert einen zulässigen Betriebsbereich von +70 bis +120 Grad. Innerhalb dieser Spanne behält der Schmierstoff seine Schmierfähigkeit, ohne unzulässig zu verharzen oder auszutreten.
Das Lager ist in der Standard-Toleranzklasse P0/PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse deckt die üblichen Maß- und Laufgenauigkeiten für Industrieanwendungen ab und ermöglicht die Montage auf normgerechten Wellen- und Gehäusesitzen.
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