KOYO
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Das Rillenkugellager 6910 2RS vereint einen kompakten Querschnitt mit den Maßen 50x72x12 mm und wirksamem Schutz vor Schmutz durch beidseitige Schleifdichtungen.
Das Rillenkugellager 6910 2RS von JTEKT-KOYO ist ein einreihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch das Verhältnis von 50 mm Bohrungsdurchmesser zu lediglich 72 mm Außendurchmesser und 12 mm Breite ermöglicht dieses Lager eine radial platzsparende Konstruktion. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in den tiefen Laufrillen. Sie erhalten ein montagefertiges Bauteil mit Normaltoleranz P0/PN, das für Standardanwendungen mit vorwiegend radialer und moderater axialer Belastung konstruiert ist.
Konstruktionen mit begrenztem Einbauraum bilden den primären Einsatzbereich dieses Lagers. Dank des schmalen Querschnitts der 69er-Reihe findet das Bauteil vor allem dort Verwendung, wo relativ große Wellendurchmesser bei gleichzeitig eng bemessenen Gehäusebohrungen geführt werden müssen. Typische Einsatzfelder sind kompakte Wellenlagerungen, Drehachsen und allgemeine Baugruppen im Maschinenbau. Das Rillenkugellager nimmt radiale Kräfte auf und stützt beidseitig geringe bis mittlere axiale Führungskräfte ab. Durch die solide Stahlausführung eignet es sich für industrielle Umgebungen.
Die beidseitig schleifende Dichtung (2RS) schirmt das Innere des Wälzlagers gegen das Eindringen von Staub, Feuchtigkeit und Fremdpartikeln ab. Gleichzeitig hält sie das Schmiermittel im Lagerraum, was den Wartungsaufwand im laufenden Betrieb reduziert. Gegenüber offenen Lagern entsteht durch den Kontakt der Dichtlippen ein geringer Reibungswiderstand, weshalb dieses Lager für thermische Belastungen zwischen -20 und +120 Grad ausgelegt ist. Prüfen Sie vor dem Einbau, ob die normale Radiallagerluft zu den Passungen Ihrer Welle und Gehäusebohrung passt.
Dieses Dünnringlager verfügt über eine Innenbohrung von 50 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm sowie eine schmale Baubreite von 12 mm. Der Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus. Durch diese schlanken Proportionen eignet sich das Bauteil vor allem für kompakte Konstruktionen mit großem Wellendurchmesser.
Zwei schleifende Dichtscheiben aus elastomerem Werkstoff dichten das Lager beidseitig ab. Diese berührenden Dichtlippen schützen die Laufbahnen und Kugeln vor Verunreinigungen sowie Spritzwasser. Gleichzeitig wirken sie dem Austreten des Schmierfetts entgegen, erzeugen im Betrieb jedoch etwas mehr Reibung als berührungsfreie Deckscheiben.
Zwischen -20 und +120 Grad Celsius liegt der zulässige thermische Betriebsbereich dieses Lagers. Sowohl die Dichtungswerkstoffe als auch der Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und der verbaute Stahlblechkäfig sind auf diesen Rahmen abgestimmt. Bei Anwendungen innerhalb dieser Grenzen bleibt das Bauteil formstabil und funktionstüchtig.
Ausgeführt mit normaler Radiallagerluft (ohne zusätzliches C-Kürzel), bietet dieses Modell das standardmäßige radiale Spiel der Wälzkörper zwischen Innen- und Außenring im unverbauten Zustand. Die Standardluft empfiehlt sich für übliche Passungsverhältnisse und wirkt unzulässigem Klemmen bei betriebsbedingter Erwärmung entgegen.
Mit der Toleranzklasse P0 (äquivalent zu PN oder ABEC 1) entspricht das Lager der Standard-Genauigkeit für Industrie-Wälzlager nach internationalen Normen. Sie deckt die Anforderungen des allgemeinen Maschinenbaus an Rundlauf, Maßhaltigkeit und Formgenauigkeit zuverlässig ab, sodass in den meisten Montageumgebungen keine Sonderpräzision erforderlich ist.
Innen- und Außenring sowie die Wälzkörper sind aus gehärtetem Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) gefertigt. Dieser Werkstoff bietet eine hohe Festigkeit gegenüber zyklischen Wälzbeanspruchungen. Für die gleichmäßige Führung der Kugeln sorgt ein stabiler Stahlblechkäfig, der auch bei Vibrationen eine saubere Kugelabstandshaltung unterstützt.