KOYO
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Das Rillenkugellager 6307 C3 von JTEKT-KOYO bietet mit den Maßen 35x80x21 mm und vergrößerter Lagerluft zuverlässige Laufeigenschaften für industrielle Wellenführungen.
Das Rillenkugellager 6307 C3 ist ein einreihiges Radialkugellager nach Standard-Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Es nimmt vornehmlich radiale Kräfte sowie beidseitig axiale Führungsbelastungen auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 für Innenring, Außenring und Wälzkörper, zeichnet sich diese Ausführung durch Formstabilität und Belastbarkeit aus. Ein stabiler Stahlblechkäfig führt die Kugeln gleichmäßig in den tiefen Laufrillen. Als offenes Wälzlager ohne Dichtscheiben eignet es sich für öl- oder fettgeschmierte Bauräume mit externem Schutz gegen Schmutzpartikel.
Dieses Wälzlager kommt vor allem bei rotierenden Wellenführungen zum Einsatz, bei denen mittlere bis hohe Radiallasten auftreten. Die Konstruktion ohne Flansch oder Nut am Außenring erlaubt einen unkomplizierten Einbau in zylindrische Gehäusebohrungen. Da das Lager beidseitig offen ausgeführt ist, gelangt Schmierstoff im laufenden Betrieb ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen. In geschlossenen Gehäusen begünstigt dies eine kontinuierliche Versorgung mit Schmieröl oder Schmierfett bei geringem Drehwiderstand.
Die Zusatzbezeichnung C3 kennzeichnet eine vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieses zusätzliche Spiel zwischen Kugeln und Laufbahnen kompensiert thermische Ausdehnungen, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen. Ebenso gleicht die C3-Luft ein Verengen des Lagerspiels aus, das durch feste Passungen auf der Welle oder im Gehäuse hervorgerufen wird. Für Anwendungen im zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad verhindert die gewählte Lagerluft ein Verspannen der Wälzkörper und trägt zu ruhigem Lauf bei.
Mit einer Bohrung von 35 mm, einem Außendurchmesser von 80 mm sowie einer Breite von 21 mm besitzt das Lager genormte Abmessungen. Der Außenring ist zylindrisch ausgeführt und verzichtet auf Flansch oder Ringnut. Diese Parameter ermöglichen den passgenauen Einbau in standardisierte Gehäusesitze und Wellenabschnitte.
Die Lagerluftklasse C3 bietet gegenüber dem Normspiel zusätzlichen radialen Freiraum zwischen Kugeln und Laufbahnen. Dies trägt dazu bei, dass das Lager auch bei betriebsbedingter Erwärmung oder nach festen Passungsaufpressungen frei abrollt. Dehnt sich die Welle stärker aus als das Gehäuse, bleibt die Beweglichkeit der Wälzkörper erhalten.
Offene Kugellager besitzen keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Sie müssen innerhalb der umgebenden Gehäusekonstruktion mit Schmierfett oder Schmieröl versorgt werden. Die offene Bauform erleichtert das Durchspülen mit Schmierstoff und eignet sich für geschlossene Getriebe oder Aggregate, in denen externe Wellendichtringe vor Schmutzeintrag schützen.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad. Sowohl die Ringe und Wälzkörper aus Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der robuste Stahlblechkäfig bewahren innerhalb dieser Spanne ihre Maßhaltigkeit. Entscheidend für den störungsfreien Betrieb ist die Abstimmung eines Schmierstoffs, der für die jeweilige Einsatztemperatur freigegeben ist.
Die Fertigung erfolgt nach der normalen Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN, was im angloamerikanischen Raum der Einstufung ABEC 1 entspricht. Diese Klasse definiert die zulässigen Maß-, Form- und Laufgenauigkeiten für standardmäßige Industrieanwendungen und deckt übliche Präzisionsanforderungen des Maschinenbaus ab.
Innenring, Außenring sowie die Wälzkörper bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), der hohen zyklischen Druckspannungen standhält. Zur Führung und Beabstandung der Kugeln dient ein formstabiler Käfig aus Stahlblech. Das Lager besitzt keine stromisolierenden Beschichtungen und eignet sich für mechanische Kraftübertragungen ohne elektrische Spannungsbelastung.