ZEN
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Das Rillenkugellager 6300 -C3 von ZEN mit den Maßen 10x35x11 mm eignet sich dank vergrößerter Lagerluft für Wellenlagerungen mit thermischer Erwärmung.
Das Rillenkugellager 6300 -C3 ist ein einreihiges Radialkugellager aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer 10-mm-Bohrung, einem Außendurchmesser von 35 mm und einer Breite von 11 mm. Der Hersteller ZEN fertigt dieses Modell als offene Variante ohne integrierte Dichtscheiben. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in der tiefen Laufrille. Das Bauteil dient dazu, vorwiegend radiale Kräfte bei kompaktem Bauraum aufzunehmen.
Die offene Bauform kommt bevorzugt in geschützten Einbauräumen mit externer Öl- oder Fettschmierung zum Einsatz. Durch den Verzicht auf berührende Dichtungen gelangt der Schmierstoff ungehindert an die Kugeln und Laufbahnen. Neben radialen Kräften nimmt das Lager auch moderate Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Die offene Konstruktion ermöglicht hohe Drehzahlen bei geringem Reibungswiderstand im Dauerbetrieb.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der normalen Standardausführung. Dieser vergrößerte interne Spielraum gleicht Passungsübermaße auf der Welle sowie Wärmeausdehnungen im Betrieb aus, ohne dass die Wälzkörper klemmen. Bei Anwendungen mit Temperaturunterschieden zwischen Innen- und Außenring unterstützt dies den gleichmäßigen Rundlauf. Konstruktiv ist für eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit zu sorgen.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 10 mm, einen Außendurchmesser von 35 mm sowie eine Breite von 11 mm auf. Durch den verhältnismäßig großen Außenring im Vergleich zur Bohrung bietet die Konstruktion eine solide Tragfähigkeit bei kompakten Abmessungen.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine über der Standardnorm liegende Radialluft. Dieser zusätzliche Freiraum zwischen den Kugeln und den Laufbahnen reduziert das Risiko von Verspannungen, wenn sich die Welle während des Betriebs erwärmt oder feste Presspassungen das Lagerspiel nach dem Einbau verringern.
Dieses Wälzlager ist für einen Betriebsbereich von -30 bis +150 Grad ausgelegt. Da keine elastischen Dichtlippen aus Kunststoff verbaut sind, bestimmt im Wesentlichen der eingesetzte externe Schmierstoff die tatsächliche thermische Einsatzgrenze der Lagerstelle.
Offene Wälzlager erzeugen keine Reibung durch schleifende Dichtlippen und erreichen dadurch höhere Grenzdrehzahlwerte. Sie sind für geschlossene Gehäuse konzipiert, in denen Getriebeöl oder Fett bereits vorhanden ist und die Abdichtung gegen Umwelteinflüsse über Gehäusedeckel oder Wellendichtringe erfolgt.
Das Lager entspricht der Standard-Toleranzklasse P0 (auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet). Diese Präzisionsstufe reicht für den weitaus größten Teil allgemeiner industrieller Maschinenbauanwendungen vollkommen aus.
Die Innen- und Außenringe sowie die Wälzkörper bestehen aus durchgehärtetem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Für die Führung der Kugeln kommt ein formstabiler Käfig aus gepresstem Stahlblech zum Einsatz, der widerstandsfähig gegen mechanische Belastungen ist.
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