NSK
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| 5 | 20,13 € | 181,30 € |
Das einreihige Rillenkugellager 6318 C4 von NSK bietet mit 90x190x43 mm und stark vergrößerter Radiallagerluft Spielraum bei hohen Betriebstemperaturen.
Das einreihige Rillenkugellager 6318 C4 ist ein offenes Wälzlager der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1). Aus Wälzlagerstahl 100Cr6 gefertigt, nimmt die Konstruktion vor allem radiale Belastungen sowie axiale Kräfte auf. Die offene Ausführung ohne Dichtscheiben ermöglicht eine direkte Schmiermittelzufuhr im System, beispielsweise über Öl- oder Fettschmierung. Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper im Temperaturbereich von -20 bis +150 Grad.
Konstrukteure wählen diese Baugröße mit 90 mm Bohrung und 190 mm Außendurchmesser vor allem im industriellen Maschinen- und Anlagenbau für Lagerungen mit hohen Radiallasten. Da das Lager beidseitig offen ausgeführt ist, setzt der Einbau eine saubere, gehäuseseitig geschützte Umgebung voraus. Die Konstruktion ohne Ringnut oder Flansch am Außenring fügt sich in genormte zylindrische Gehäusebohrungen ein, bei denen eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung über das Gesamtsystem erfolgt.
Die Bezeichnung C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte Radiallagerluft, die über dem normalen Betriebsspiel und über der Stufe C3 liegt. Dieses Radialspiel gleicht thermische Dehnungen aus, wenn Innen- und Außenring im laufenden Betrieb Temperaturdifferenzen aufweisen. Ebenso fängt die C4-Ausführung Passungsübermaße ab, wenn feste Presssitze auf Welle oder im Gehäuse das innere Spiel verringern. Dies trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper bei thermischer Belastung zu vermeiden.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 90 mm, einen Außendurchmesser von 190 mm und eine Baubreite von 43 mm. Es handelt sich um ein einreihiges Radialkugellager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 für schwere Wellen. Die Abmessungen sind für zylindrische Lagersitze ohne Flansch ausgelegt.
C4 steht für eine stark vergrößerte Radiallagerluft. Das radiale Spiel zwischen den Kugeln und den Laufbahnen ist größer als bei Standardlagern oder der Klasse C3. Diese Bauart wird genutzt, wenn durch Temperaturunterschiede zwischen Welle und Gehäuse oder durch feste Passungen eine Ausdehnung des Materials ausgeglichen werden muss.
Offene Lager besitzen keine integrierten Deck- oder Dichtscheiben. Diese Konstruktion ermöglicht minimale Reibungsverluste und erlaubt die direkte Schmierung über das Gehäuse, etwa durch ein Ölbad oder Umlaufsysteme. Gleichzeitig erfordert der Einsatz eine externe Abdichtung des Gehäuses gegen eindringende Schmutzpartikel und Feuchtigkeit.
Der zulässige Temperaturbereich dieses Lagers reicht von -20 bis +150 Grad. Der verbaute Stahlblechkäfig und das Material 100Cr6 bleiben innerhalb dieser Spanne formstabil. Im laufenden Betrieb muss der gewählte Schmierstoff, ob Fett oder Öl, für den konkreten Temperaturbereich geeignet sein.
P0 beziehungsweise ABEC 1 definiert die reguläre Standard-Toleranzklasse für Industrie-Wälzlager. Sie regelt Rundheit, Planlauf und Maßhaltigkeit von Bohrung und Außenring für den Einsatz im allgemeinen Maschinenbau. Diese Genauigkeitsstufe reicht für die meisten Drehzahl- und Lastbereiche im regulären Getriebe- und Motorenbau vollkommen aus.
Da das Lager offen ausgeführt ist, benötigt es vor der Inbetriebnahme eine passende Schmierstofffüllung. Anwender stimmen das Schmiermittel auf Betriebstemperatur, Belastung und Drehzahl ab. Bei Fettschmierung ist auf den passenden Füllgrad im Gehäuse zu achten, um unnötige Reibung und Erwärmung zu vermeiden.
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