NACHI
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Das Rillenkugellager 6307 C4 von NACHI ist ein offenes Wälzlager mit 35 mm Bohrung und stark vergrößerter Lagerluft für anspruchsvolle thermische Bedingungen.
Das Rillenkugellager 6307 C4 von NACHI ist ein einreihiges Radialkugellager nach Standard-Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1). Gefertigt aus 100Cr6-Wälzlagerstahl, nimmt die Konstruktion sowohl radiale als auch axiale Führungskräfte auf. Mit den Hauptabmessungen 35 mm Innen- und 80 mm Außendurchmesser bei 21 mm Breite eignet sich diese Ausführung für kompakte Wellensysteme. Das Lager besitzt einen Stahlblechkäfig und ist als offenes Modell ohne integrierte Dichtungen ausgeführt. Dies ermöglicht eine Schmierstoffversorgung über das Gehäusesystem.
Typische Einsatzbereiche für dieses Lager zeichnen sich durch signifikante Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring aus. Innerhalb der zulässigen Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad bleibt das Radialspiel auch bei warmer Welle erhalten. Da keine integrierten Dichtungen vorhanden sind, erfolgt die Schmierung direkt über das umgebende Maschinengehäuse mit Öl oder Fett.
Die Lagerluftklasse C4 bedeutet eine stark vergrößerte interne Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser Spielraum trägt dazu bei, ein Festklemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn feste Presspassungen montiert werden oder rasche Temperaturanstiege den Innenring dehnen. Bei Standardanwendungen bei normaler Raumtemperatur führt C4 hingegen zu erhöhtem Lagerspiel und unruhigem Lauf. Vor dem Einbau sind daher die genauen Betriebstemperaturen und Passungsvorgaben der Konstruktion abzugleichen.
Mit einer Bohrung von 35 mm, einem Außendurchmesser von 80 mm sowie einer Breite von 21 mm besitzt das Lager standardisierte Hauptabmessungen. Es handelt sich um ein einreihiges Lager aus Wälzlagerstahl ohne Flansch oder Nut am Außenring, das radiale und axiale Kräfte aufnimmt.
Das Nachsetzzeichen C4 kennzeichnet eine stark vergrößerte Radiallagerluft oberhalb des normalen Betriebsspiels. Dieser zusätzliche Spielraum gleicht thermische Ausdehnungen der Welle oder Passungsübermaße beim Einbau aus. Dies mindert das Risiko, dass sich die Wälzkörper zwischen den Laufbahnen verspannen.
Der zulässige Temperaturbereich liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Die Ausführung mit Stahlblechkäfig und Wälzlagerstahl 100Cr6 ist für diese Betriebsbedingungen ausgelegt. Bei andauernd hohen Temperaturen empfiehlt sich ein Schmierstoff, der auf das jeweilige Temperaturniveau abgestimmt ist.
Offene Wälzlager besitzen weder Deckscheiben noch berührende Dichtungen. Diese Bauform minimiert Reibungsverluste und erlaubt den Schmierstoffdurchfluss aus dem umgebenden Maschinengehäuse. Die Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit erfolgt bei solchen Konstruktionen über externe Dichtungen wie Gehäusedeckel oder Wellendichtringe.
Der Käfig dieses Lagers ist aus gepresstem Stahlblech gefertigt. Er führt die Kugeln in gleichmäßigem Abstand in den Laufbahnen und ist für Temperaturen bis +150 Grad ausgelegt. Stahlblechkäfige stellen die Standardbauweise für gängige industrielle Anwendungen dar.
Das Lager ist in der Standard-Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN gefertigt, was international der Klasse ABEC 1 entspricht. Diese Ausführung bietet für standardmäßige industrielle Anwendungen ein passendes Verhältnis von Maßhaltigkeit und Rundlaufgenauigkeit an Wellen- und Gehäusesitzen.
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