SKF
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Das SKF Rillenkugellager 6403 -2RS1/C3 (17x62x17 mm) bietet mit C3-Lagerluft und beidseitiger Schleifdichtung Schutz vor Schmutzeintrag und thermischer Ausdehnung.
Das Rillenkugellager 6403 -2RS1/C3 von SKF ist ein einreihiges Radialkugellager aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6). Bei einem Innendurchmesser von 17 mm, einem Außendurchmesser von 62 mm und einer Breite von 17 mm weist dieses Lager einen vergleichsweise kräftigen Außenring auf. Die Ausführung eignet sich zur kombinierten Aufnahme radialer Kräfte sowie moderater axialer Belastungen in beiden Richtungen. Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig in den tiefen Laufrillen.
Lagerungen mit thermischer Erwärmung oder konstruktiven Verspannungen nutzen die Eigenschaften dieser Bauform gezielt aus. Durch den massiven Ringquerschnitt der Baureihe 6403 nimmt die Konstruktion hohe Radialkräfte im Dauerbetrieb auf. Die beidseitig schleifenden Dichtungen schützen das Lagerinnere vor eindringenden Partikeln oder Spritzwasser. Dadurch arbeitet die Lagerstelle in industrieller Umgebung auch bei Staubbelastung sicher.
Die Nachsetzzeichen definieren die technische Ausstattung für anspruchsvolle Einsatzfälle. Das Kürzel C3 signalisiert eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Dieser Freiraum trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper zu vermeiden, wenn feste Passungen oder Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring das Betriebsspiel verengen. Das Dichtungskürzel 2RS1 steht für zwei berührende Dichtscheiben. Sie halten das Schmiermittel im Lagerraum und decken einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius ab.
Die Hauptabmessungen betragen 17 mm Bohrung, 62 mm Außendurchmesser sowie 17 mm Breite. Durch den ausgeprägten Außendurchmesser im Verhältnis zum Innendurchmesser bietet die Bauform eine breite Wandstärke der Ringe für mechanisch hoch beanspruchte Lagersitze.
C3 bezeichnet eine über das Normalmaß vergrößerte radiale Lagerluft. Dieser zusätzliche Freiraum gleicht die thermische Ausdehnung der Ringe bei Betriebswärme aus. Zudem trägt die größere Lagerluft dazu bei, Verspannungen zu vermeiden, wenn Innen- und Außenring mit festem Presssitz montiert werden.
Die Bezeichnung 2RS1 steht für zwei berührende Dichtlippen aus Elastomer, die beidseitig an den Lagerringen anliegen. Diese Schleifdichtungen halten Fremdkörper sowie Spritzwasser fern und verringern den Austritt des Schmierfetts, erzeugen im Vergleich zu berührungslosen Deckscheiben jedoch etwas mehr Reibung.
Ringe und Wälzkörper sind aus gehärtetem Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 gefertigt. Dieser Werkstoff widersteht hohen Druckspannungen im Rollkontakt. Die Wälzkörperführung übernimmt ein leichter, unempfindlicher Stahlblechkäfig, der den Schmierstofffluss begünstigt und mechanische Stoßbelastungen toleriert.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius Umgebungstemperatur. Dieser Bereich deckt die typischen thermischen Bedingungen in industriellen Aggregaten ab. Eine Überschreitung der Grenzwerte kann die Elastizität der Dichtlippen beeinträchtigen.
Das Bauteil entspricht der Standardtoleranzklasse Normal (P0 bzw. PN), die im angelsächsischen Raum als ABEC 1 bezeichnet wird. Diese Fertigungsgenauigkeit erfüllt alle üblichen Vorgaben für industrielle Standardanwendungen hinsichtlich Rundlauf, Planlauf sowie Maßhaltigkeit der Montageflächen.
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