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Das Rillenkugellager 6022 -C3 von NKE Steyr verfügt über eine 110-mm-Bohrung, 170 mm Außendurchmesser sowie vergrößerte C3-Radiallagerluft für thermisch beanspruchte Industrieanwendungen.
Das Rillenkugellager 6022 -C3 ist ein einreihiges Radialkugellager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Es nimmt primär radiale Kräfte sowie axiale Belastungen in beiden Richtungen auf. Durch die offene Bauweise ohne Dichtscheiben eignet sich dieses Modell vor allem für Bauräume, in denen eine externe Schmierung oder ein vorhandener Schmierstoffkreislauf genutzt wird. Die Ausführung entspricht der normalen Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 und besitzt einen stabilen Stahlblechkäfig.
Das Rillenkugellager 6022 -C3 kommt vorrangig bei Lagerungen mit kombinierten Radial- und Axialbelastungen zum Einsatz. Da das Lager offen ausgeführt ist, gelangt Schmieröl oder Schmierfett ungehindert an Wälzkörper und Laufbahnen. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +150 Grad Celsius. Bei höheren Betriebstemperaturen oder festen Presspassungen gleicht die vergrößerte Lagerluft thermische Dehnungen aus, sodass die Wellenführung leichtgängig bleibt.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung. Beim Aufpressen auf die Welle mit 110 mm Durchmesser oder in das Gehäuse verringert sich dieses radiale Spiel durch die elastische Verformung der Ringe. Im Betrieb erwärmt sich die Lagerung zusätzlich. Durch das vorgegebene C3-Spiel bleibt auch bei Wärmedehnungen genügend Freiraum zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen, wodurch ein Klemmen der Kugeln vermieden wird.
Dieses Wälzlager verfügt über einen Innendurchmesser von 110 mm, einen Außendurchmesser von 170 mm und eine Breite von 28 mm. Es handelt sich um ein einreihiges Lager mit zylindrischer Bohrung und einem Außenring ohne Flansch oder Nut.
Der Zusatz C3 signalisiert eine radial vergrößerte Lagerluft gegenüber der Standardausführung. Diese Ausführung eignet sich gezielt für Anwendungen, bei denen feste Passungen auf Welle oder Gehäuse montiert werden oder betriebsbedingt spürbare Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Dadurch bleibt die Leichtgängigkeit auch unter thermischer Belastung erhalten.
Bei einem offenen Lager fehlen integrierte Dicht- oder Deckscheiben, wodurch Schmierstoffe wie Öl oder Fett ungehindert die Wälzkörper erreichen. Diese Bauform empfiehlt sich in geschlossenen Gehäusen mit zentraler Schmierung. Das offene Design reduziert Reibungsverluste und vereinfacht die visuelle Inspektion während der Instandhaltung.
Der zulässige Temperaturbereich für das Lager liegt zwischen -20 und +150 Grad Celsius. Der Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie der Stahlblechkäfig sind für eine formstabile Führung der Wälzkörper innerhalb dieser Spanne ausgelegt, vorausgesetzt, der gewählte Schmierstoff ist für die Betriebstemperatur geeignet.
Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig auf Abstand und verhindert deren gegenseitige Berührung. Das senkt Reibung sowie Wärmeentwicklung im laufenden Betrieb. Gleichzeitig zeigt sich Stahlblech gegenüber gängigen Schmiermitteln und thermischen Schwankungen im Einsatzspektrum des Lagers als mechanisch widerstandsfähig.
Das Lager entspricht der normalen Toleranzklasse P0/PN, die international der Einstufung ABEC 1 entspricht. Diese Standardgenauigkeit deckt die gängigen Anforderungen typischer Maschinenkonstruktionen an Maß- und Rundlaufgenauigkeit ab. Sie erleichtert die sachgerechte Passungsauslegung und den normgerechten Komponentenaustausch bei anstehenden Wartungsarbeiten.
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