SKF
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Das Rillenkugellager 6319 M/C3VL0241 von SKF vereint 95x200x45 mm Abmessungen, Stromisolierung bis 1000 Volt und C3-Lagerluft für anspruchsvolle elektrische Antriebe.
Das Rillenkugellager 6319 M/C3VL0241 ist ein einreihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit 95 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser und 45 mm Breite. Durch die Beschichtung der Außenring-Mantelfläche dient dieses Speziallager dem Schutz vor Stromdurchgang in Motoren und Generatoren. Die offene Konstruktion verfügt über einen stabilen Messingkäfig und ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +150 Grad ausgelegt. Radiale Belastungen sowie axiale Kräfte in beiden Richtungen nimmt das Lager sicher auf.
Das Rillenkugellager 6319 M/C3VL0241 kommt vor allem in elektrischen Maschinen zum Einsatz, bei denen parasitäre Ströme die Laufbahnen gefährden. Die isolierende Schicht auf den Außenflächen des Außenrings widersteht Spannungen bis 1000 Volt und wirkt Riffelbildung durch Funkenüberschlag entgegen. In Kombination mit der soliden Führung durch den Messingkäfig eignet sich dieses einreihige Lager für Antriebsstränge mit hoher Beanspruchung und thermischen Belastungen im Bereich von -20 bis +150 Grad.
Die Kennzeichnung M steht für einen massiven Messingkäfig, der die Wälzkörper führt und bei Vibrationen Formstabilität bietet. Das Kürzel C3 signalisiert eine leicht erhöhte Radiallagerluft. Diese Auslegung gleicht temperaturbedingte Ausdehnungen im Betrieb aus, ohne dass das Wälzlager verspannt. Der Zusatz VL0241 beschreibt die Stromisolierung des Außenrings bis 1000 Volt. Da es sich um ein offenes Lager ohne Dichtungen handelt, stimmen Sie Schmierstoff und externe Abdichtung auf das jeweilige Gehäuse ab.
Mit einer Bohrung von 95 mm, einem Außendurchmesser von 200 mm und einer Breite von 45 mm entspricht die Ausführung den genormten Hauptabmessungen der Baureihe 6319. Das Lager wird in der Toleranzklasse P0/PN gefertigt, was der Einstufung ABEC 1 entspricht. Der zylindrische Außenring kommt ohne Flansch oder Nut aus.
In modernen Elektromotoren mit Frequenzumrichtern entstehen oft Kreisströme, die über die Lagerstellen abfließen wollen. Beim Durchgang durch Wälzkörper und Laufbahnen erzeugen Funken mikroskopische Krater und Riefen im Wälzlagerstahl. Die bis 1000 Volt isolierende Beschichtung auf dem Außenring unterbricht diesen Strompfad und schützt vor vorzeitigem Verschleiß.
Die C3-Klassifizierung weist auf eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung hin. Im Betrieb erwärmt sich der Innenring auf der Welle häufig stärker als das umgebende Gehäuse. Das zusätzliche Radialspiel gleicht diese Wärmedehnungen aus und soll verhindern, dass die Kugeln klemmen oder unzulässige Verspannungen im Lager entstehen.
Der Buchstabe M kennzeichnet einen mechanisch gefertigten Messingkäfig. Gegenüber einfachen Blechkäfigen zeichnet sich Messing durch hohe Festigkeit, gute Notlaufeigenschaften und wirksame Dämpfung aus. Dieser Käfig führt die Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl selbst bei starken Drehzahlschwankungen, Stoßbelastungen oder erhöhter Wärme formstabil in den tiefen Laufrillen.
Zulässig ist ein Betriebstemperaturbereich von -20 bis +150 Grad. Sowohl der 100Cr6-Wälzlagerstahl als auch der Messingkäfig und die stromisolierende VL0241-Beschichtung sind für diese Spanne ausgelegt. Da das Lager offen konstruiert ist, bestimmt das gewählte Schmiermittel, Fett oder Schmieröl, die tatsächlichen thermischen Grenzen im Betrieb.
Das Lager besitzt keine integrierten Dichtscheiben. Sie stimmen das Schmiermittel frei auf die Anforderungen Ihrer Konstruktion ab. Um das Eindringen von Schmutz oder Feuchtigkeit sowie den Austritt von Schmierstoff zu verhindern, sind externe Gehäusedichtungen wie Radial-Wellendichtringe oder Labyrinthsysteme an der Lagerstelle vorzusehen.
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