SKF
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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| 10 | 6,27 € | 119,05 € |
| 20 | 12,53 € | 112,79 € |
Das Radial-Gelenklager GE70 ES von SKF mit den Maßen 70x105x49 mm ist ein wartungspflichtiges Gelenklager für hohe radiale Wechselbelastungen.
Das Radial-Gelenklager GE70 ES ist ein genormtes Gleitlager für räumliche Einstellbewegungen und hohe radiale Kräfte. Bei einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 105 mm und einer Breite von 49 mm überträgt das Bauteil Schwenk- und Kippbewegungen momentenarm zwischen Welle und Gehäuse. SKF fertigt dieses Gelenklager in offener Bauform ohne Dichtung. Da es sich um eine wartungspflichtige Ausführung handelt, ermöglicht das Lager eine gezielte Schmierstoffzufuhr im laufenden Betrieb. Konstruktionen im Maschinenbau bleiben so vor Biegespannungen geschützt.
Dieses Gelenklager eignet sich vor allem für Lagerstellen mit schweren dynamischen Lasten, stoßartigen Wechselbelastungen und Schwenkbewegungen. Typische Einsatzbereiche finden sich in gelenkigen Verbindungen mit hohen radialen Kräften und wechselnden Kraftrichtungen. Durch die sphärische Gleitfläche gleicht das Lager Fluchtungsfehler zwischen Achse und Aufnahmegehäuse aus. Da keine Dichtungen integriert sind, empfiehlt sich der Einsatz vorzugsweise in geschützten Einbauräumen oder in Kombination mit einer externen Gehäuseabdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit.
Die Ausführung mit einer Gleitpaarung aus Stahl auf Stahl erfordert eine kontinuierliche oder intervallmäßige Schmierung. Zur Schmierstoffverteilung verfügt das Lager über eine Umfangsnut mit Schmierbohrungen im Außen- und Innenring. Fett oder Öl gelangt dadurch direkt an die beanspruchten Kontaktflächen, verringert den mechanischen Reibwert und transportiert eventuellen Abrieb ab. Achten Sie bei der Konstruktion darauf, dass die Schmierkanäle im Gehäuse exakt mit der Umfangsnut fluchten. Für wartungsfreie Anwendungen ohne Nachschmierzyklus ist diese Variante dagegen ungeeignet.
Mit einem Innendurchmesser von 70 mm, einem Außendurchmesser von 105 mm sowie einer Breite von 49 mm definiert das Bauteil den benötigten Wellensitz sowie die Bohrung im Gehäuse. Bei der Konstruktion ist auf eine passende Maßabstimmung zu achten, damit das Gelenklager unter Betriebsbelastung fest im Gehäuse sitzt und axiale Verschiebungen vermieden werden.
Bei einer Stahl/Stahl-Paarung bestehen sowohl der Innenring als auch der Außenring an den sphärischen Gleitflächen aus Stahl. Diese Kombination bietet hohe Festigkeit gegenüber stoßartigen Belastungen und wechselnden Kraftrichtungen. Da keine selbstschmierende Gleitschicht vorhanden ist, benötigt diese Ausführung zwingend einen Schmierfilm aus Schmierfett oder Schmieröl zwischen den Reibpartnern.
Die Nachschmierung erfolgt über die integrierte Umfangsnut und die Schmierbohrungen im Außenring sowie Innenring. Über diese Kanäle wird frischer Schmierstoff direkt in die Kontaktzone zwischen den sphärischen Gleitflächen gepresst. Für den Schmierstoffwechsel sollten Schmiernippel oder zentrale Schmierleitungen am Gehäuse so angeordnet sein, dass das Schmiermittel ungehindert die Ringnut erreicht.
Die offene Bauform ohne Dichtringe eignet sich für Anwendungen, bei denen das Lager in einem geschlossenen, sauberen Gehäuse läuft oder durch externe Dichtungen wie Wellendichtringe geschützt wird. Zudem erleichtert der Verzicht auf Dichtlippen das Ausspülen von verbrauchtem Fett bei der regelmäßigen Nachschmierung über die Schmierbohrungen.
Wartungspflichtige Gelenklager mit Stahl/Stahl-Gleitflächen verlangen regelmäßige Schmierintervalle, nehmen dafür jedoch hohe Stoßkräfte und dynamische Wechselbelastungen sehr gut auf. Wartungsfreie Ausführungen besitzen hingegen spezielle Gleitschichten, beispielsweise aus PTFE, die ohne zusätzliches Schmiermittel auskommen. Bei Anwendungen mit extremen Kräften bleibt die schmierbare Stahl/Stahl-Variante oft die bevorzugte Wahl.
Die kugelig geformte Gleitzone erlaubt Winkelbewegungen und Schiefstellungen des Innenrings gegenüber dem Außenring. Dadurch gleicht das Gelenklager Fluchtungsfehler, Wellendurchbiegungen und Verformungen der Anschlusskonstruktion aus. Kräfte werden über die gesamte Wölbung verteilt, wodurch lokale Kantenpressungen vermieden werden und Biegespannungen von den angrenzenden Bauteilen ferngehalten werden.
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