NSK
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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| 2 | 39,10 € | 742,87 € |
| 3 | 78,21 € | 703,76 € |
Das Pendelrollenlager 22324 CAMKE4C3 von NSK bietet mit 120 mm Bohrung, konischem Sitz und Messingkäfig hohe Tragfähigkeit bei Fluchtungsfehlern.
Das Pendelrollenlager 22324 CAMKE4C3 bewältigt schwere radiale und axiale Lasten unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen. Die zweireihige Rollenführung gleicht Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im laufenden Betrieb eigenständig aus. Dieses offene Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 verfügt über eine konische Bohrung im Kegelverhältnis 1:12. Konstruktionen mit variabler Wellenpassung oder Spannhülsenbefestigung profitieren von dieser Bauform. NSK fertigt die Ausführung in der Normaltoleranz P0/PN beziehungsweise ABEC 1.
Typische Einsatzbereiche umfassen schwere Getriebe und industrielle Großantriebe, bei denen Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring auftreten. Durch die balligen Rollen und die hohlkugelige Laufbahn nimmt das Bauteil dynamische Winkelfehler auf, ohne die Flächenpressung lokal unzulässig zu erhöhen. Konstrukteure nutzen diese Variante bei kontinuierlichen Stoßbelastungen. Das offene Lager erlaubt eine gezielte Schmiermittelwahl direkt passend zur Betriebsumgebung.
Der massive Messingkäfig führt die Rollen auch bei starken Schwingungen und hohen Drehzahlen präzise. Im Vergleich zu einfachen Blechkäfigen widersteht der Werkstoff Messing abrasiven Schmierstoffen sowie thermischen Belastungen. Die erhöhte Lagerluft C3 schafft zusätzlichen Spielraum zwischen Rollen und Laufbahnen. Dies beugt einem Verklemmen der Wälzkörper vor, wenn sich Welle und Innenring durch Erwärmung ausdehnen oder die feste Montage auf dem kegeligen Sitz die interne Radialluft verringert.
Mit einer Bohrung von 120 mm, einem Außendurchmesser von 260 mm und einer Breite von 86 mm ist das Bauteil für hohe Lastaufnahmen ausgelegt. Diese breite Rollenbauform nimmt beträchtliche Kräfte auf und verlangt einen passend dimensionierten Bauraum im umgebenden Lagergehäuse.
Die kegelige Innenform verjüngt sich im Verhältnis 1:12. Anwender montieren das Bauteil entweder direkt auf einen kegeligen Wellenzapfen oder befestigen es mithilfe einer Spann- beziehungsweise Abziehhülse auf einer zylindrischen Welle. Das erleichtert die Montage und erlaubt eine genaue Einstellung der radialen Restluft.
Die Klasse C3 bezeichnet eine gegenüber der Normalluft leicht vergrößerte interne Radiallagerluft. Beim Aufpressen des konischen Innenrings weitet sich der Ring elastisch auf, was das innere Betriebsspiel verringert. Die C3-Luft trägt dazu bei, dass das Lager nach dem Festsitz betriebsfähig bleibt.
Das Nachsetzzeichen E4 weist auf eine außenliegende Schmiernut mit radialen Schmierbohrungen im Außenring hin. Fett oder Öl gelangt dadurch mittig zwischen beide Rollenreihen. Dies sorgt für eine gleichmäßige Verteilung des Schmierstoffs über den gesamten Umfang und erleichtert die regelmäßige Instandhaltung im Gehäuse.
Für das offene Bauteil gilt ein Betriebsbereich von -30 bis +200 Grad Celsius. Der Wälzlagerstahl sowie der temperaturfeste Messingkäfig bleiben in diesem Intervall formstabil. Bei der Auslegung müssen Anwender lediglich das passende Schmiermittel auswählen, um einen Schmierfilmabriss bei Höchsttemperaturen zu vermeiden.
Offene Pendelrollenlager besitzen keine integrierten Dichtscheiben, wodurch sie sich flexibel mit externen Gehäusedichtungen wie Labyrinth- oder Filzringen kombinieren lassen. Konstruktionen ermöglichen so die freie Zirkulation von Umlauföl oder den Einsatz spezialisierter Fette für den jeweiligen Betriebsdruck und Schmutzgrad.
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