NACHI
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Das offene Pendelrollenlager 22226 EXQW33K von NACHI (130x230x64 mm) gleicht Fluchtungsfehler aus und nimmt schwere Radiallasten auf.
Das Pendelrollenlager 22226 EXQW33K von NACHI ist ein zweireihiges Rollenlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Die Bauart zeichnet sich durch eine hohlkugelige Außenringlaufbahn aus. Dadurch stellt sich das Lager im Betrieb selbsttätig ein und gleicht Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen aus. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die tonnenförmigen Rollen zwischen den Borden.
Das Pendelrollenlager nimmt vorrangig hohe Radialkräfte sowie kombinierte Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Es eignet sich für Industrieanwendungen, bei denen hohe Lasten auf rotierende Wellen wirken und fertigungs- oder lastbedingte Fluchtungsfehler auftreten können. Durch die offene Bauform ohne schleifende Dichtungen erreicht das Lager hohe Drehzahlen bei geringer Reibung. Das Merkmal W33 mit umlaufender Schmiernut und Schmierbohrungen im Außenring vereinfacht das Nachschmieren im eingebauten Gehäusezustand.
Das Nachsetzzeichen K kennzeichnet eine kegelige Bohrung im Verhältnis 1:12. Diese Bauform erleichtert die Montage direkt auf konischen Wellensitzen oder mithilfe von Spann- und Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Über den axialen Verschiebeweg lässt sich die verbleibende Betriebs-Radialluft einstellen. In Verbindung mit der normalen Radiallagerluft und der Standard-Toleranzklasse P0 bietet das Bauteil eine passgenaue Basis für Lagerstellen im Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad.
Das Lager verfügt über einen Bohrungsdurchmesser von 130 mm, einen Außendurchmesser von 230 mm sowie eine Baubreite von 64 mm. Diese Maße entsprechen den genormten Hauptabmessungen für dieses Pendelrollenlager. Durch die standardisierte Geometrie passt das Bauteil in passende Lagergehäuse und Maschinenaufnahmen.
Das Kürzel W33 steht für eine umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen im Außenring. Diese Konstruktion führt Schmierfett oder Schmieröl direkt radial zwischen die beiden Rollenreihen ein. Der Schmierstoff verteilt sich dadurch gleichmäßig im Wälzkörperraum, was den Nachschmieraufwand im laufenden Instandhaltungsbetrieb erleichtert.
Die kegelige Innenringbohrung dient zur Befestigung auf einem abgestimmten Kegelwellensitz oder mittels Spann- beziehungsweise Abziehhülse auf glatten Wellen. Während des axialen Aufschiebens weitet sich der Innenring auf, wodurch sich die radiale Lagerluft verringert. Die Kontrolle dieser Lagerluftminderung mit einer Fühlerlehre dient als Maß für den korrekten Festsitz.
Dieses Wälzlager ist in normaler Radiallagerluft (CN) ausgeführt. Da kein abweichendes Suffix wie C3 oder C4 angegeben ist, entspricht das Spiel dem Standardbereich. Diese Lagerluft eignet sich für reguläre Einbaupassungen und moderate Temperaturdifferenzen zwischen rotierendem Innenring und ruhendem Gehäuseaußenring.
Nein, es handelt sich um ein offenes Wälzlager ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben. Bei offenen Lagern schützt das umgebende Lagergehäuse mit geeigneten externen Gehäusedichtungen vor eindringendem Schmutz und Feuchtigkeit. Zudem ermöglicht die offene Ausführung eine kontinuierliche Schmierstoffversorgung über Schmiersysteme der Anlage.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -30 Grad und +200 Grad Celsius. Der Wälzlagerstahl 100Cr6 und der stabile Stahlblechkäfig bewahren auch bei thermischer Belastung ihre Formstabilität. Entscheidend für das Ausschöpfen dieses Temperaturbereichs ist die Auswahl eines darauf abgestimmten Schmierfetts oder Schmieröls.
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