NACHI
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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Das Pendelrollenlager 22220 EXQW33KC3 von NACHI (100x180x46 mm) gleicht Fluchtungsfehler aus und nimmt schwere Radiallasten bei erhöhter Betriebstemperatur auf.
Dieses zweireihige Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) eignet sich für Industrieanwendungen mit Fluchtungsfehlern oder Wellendurchbiegungen. Die hohlkugelige Außenringlaufbahn ermöglicht eine freie Winkeleinstellbarkeit im Betrieb. Als offenes Lager ausgelegt, deckt die Ausführung einen nutzbaren Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad Celsius ab. Der geführte Stahlblechkäfig führt die Rollensätze gleichmäßig und unterstützt einen ruhigen Lauf bei wechselnden Drehzahlen.
Die Ausführung nimmt hohe Radialkräfte sowie gleichzeitig auftretende Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Typische Einsatzfälle sind Wellenlagerungen, bei denen herstellungsbedingte Fluchtungsfehler zwischen Gehäusen oder lastbedingte Durchbiegungen auftreten. Durch die Schmiernut mit Schmierbohrungen im Außenring gelangt frischer Schmierstoff direkt zwischen die Rollenkränze. Konstrukteure nutzen diese Variante bei Anwendungen mit kombinierten Lasten, um Schiefstellungen ohne Zusatzspannungen auszugleichen.
Das Nachsetzzeichen K verweist auf eine konische Bohrung mit einem Kegelverhältnis von 1:12. Diese Bauform erleichtert die Montage auf kegeligen Wellensitzen oder unter Verwendung von Spann- sowie Abziehhülsen auf zylindrischen Wellen. Die vergrößerte Radiallagerluft C3 gleicht die gezielte Luftreduktion beim radialen Aufpressen des Innenrings aus. Zudem verbleibt bei starker betrieblicher Erwärmung ausreichend Lagerspiel, was einem Klemmen der Rollen im Betrieb vorbeugt.
Mit 100 mm Innendurchmesser (Bohrung), 180 mm Außendurchmesser und 46 mm Baubreite entspricht das Lager den genormten Hauptabmessungen. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0 beziehungsweise Normaltoleranz (PN / ABEC 1). Prüfen Sie vor dem Einbau den verfügbaren Bauraum in Ihrem Gehäuse und auf der Welle anhand dieser Nenngrößen.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Diese zusätzliche Radialluft ist bei Lagern mit kegeliger Bohrung zweckmäßig, da sich der Innenring beim axialen Aufpressen elastisch weitet. Auch bei betriebsbedingter Temperaturdifferenz zwischen Innen- und Außenring bleibt so genügend Betriebslagerluft erhalten.
Eine umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen im Außenring ermöglicht das direkte Nachschmieren im eingebauten Zustand über Schmiernippel am Gehäuse. Da es sich um ein ungedichtetes, offenes Lager handelt, müssen Schmierfett oder Schmieröl extern über passende Gehäusedichtungen vor Verunreinigung und Austritt geschützt werden.
Die kegelige Innenbohrung mit Steigung 1:12 dient der kraftschlüssigen Befestigung auf kegeligen Wellenzapfen oder mittels Spannhülse auf glatten zylindrischen Wellen. Bei Wartungs- und Reparaturarbeiten vereinfacht diese Bauart die Demontage im Vergleich zu zylindrischen Presssitzen.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -30 und +200 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Stahlblechkäfig sind für diese thermische Belastung ausgelegt. Bei Temperaturen oberhalb üblicher Betriebszustände ist darauf zu achten, dass ein Schmierstoff gewählt wird, der für die entsprechende thermische Beanspruchung freigegeben ist.
Ja, Pendelrollenlager sind prinzipbedingt winkeleinstellbar. Die konkave Laufbahn im Außenring gestattet dem Innenring mitsamt den beiden Rollenreihen ein freies Einpendeln. Dadurch toleriert das System dynamische Schiefstellungen, Achsversätze sowie elastische Wellendurchbiegungen während des laufenden Betriebs, ohne dass punktuelle Kantenspannungen an den Rollenkanten entstehen.
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