NKE
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Das Pendelrollenlager 22207 -E-K-C3-W33 von NKE Steyr (35x72x23 mm) gleicht Fluchtungsfehler aus und nimmt hohe Radiallasten im Betrieb auf.
Das Pendelrollenlager 22207 -E-K-C3-W33 von NKE Steyr ist ein zweireihiges Rollenlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Durch die hohlkugelige Außenring-Laufbahn kompensiert dieses Wälzlager Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im Betrieb. Die Kombination aus konischer Bohrung (1:12), leicht erhöhter Radiallagerluft C3 und integrierter Schmiernut mit Schmierbohrungen (W33) erleichtert die Wartung und Montage. Mit den Abmessungen 35 mm Bohrung, 72 mm Außendurchmesser und 23 mm Breite eignet sich die Ausführung aus 100Cr6-Wälzlagerstahl für thermische Bedingungen von -30 bis +200 Grad.
Dieses Pendelrollenlager kommt vor allem bei hohen radialen Belastungen und gleichzeitigen Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäuse zum Einsatz. Typische Anwendungsfälle ergeben sich bei Lagersitzen mit Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehlern, die starre Rollenlager überlasten würden.
Dank des stabilen Stahlblechkäfigs und der Eignung für Betriebstemperaturen von -30 bis +200 Grad widersteht das offene Lager harten Einsatzbedingungen. Über die Schmiernut mit Schmierbohrungen im Außenring führen Sie Schmierstoff direkt zwischen die Rollensätze zu, was den Wartungsaufwand vereinfacht.
Das Nachsetzzeichen K kennzeichnet eine kegelige Bohrung im Verhältnis 1:12. Diese Bauform ermöglicht die feste Montage auf kegeligen Wellensitzen oder mithilfe passender Spannhülsen, wodurch sich das Lagerspiel beim Aufpressen gezielt einstellen lässt.
Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht die Verringerung des Radialspiels aus, die beim Aufschieben auf den Kegelsitz oder durch Erwärmung im Betrieb entsteht. Achten Sie bei der Konstruktion auf die Toleranzklasse P0/ABEC 1 sowie eine passende externe Abdichtung der Lagerstelle, da es sich um eine offene Ausführung handelt.
Die Hauptabmessungen betragen 35 mm Innendurchmesser (Bohrung), 72 mm Außendurchmesser und 23 mm Gesamtbreite. Das Bauteil entspricht der Standardausführung mit normaler Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 und besteht aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit einem geführten Stahlblechkäfig.
Eine umlaufende Schmiernut mit Schmierbohrungen am Außenring ermöglicht das gezielte Nachschmieren der Rollen von außen. Schmierfett oder Schmieröl gelangt so unmittelbar in das Innere der Lagerstelle, ohne dass der Schmierstoff an den Stirnseiten eingepresst werden muss.
Eine konische Bohrung mit dem Kegel 1:12 dient der Montage auf kegeligen Wellenzapfen oder Standard-Spannhülsen. Durch das axiale Verschieben des Innenrings auf dem Kegel weitet sich der Ring leicht auf. Dadurch lässt sich das verbleibende Betriebsspiel während des Einbaus kontrolliert auf das geforderte Maß einstellen.
C3 kennzeichnet eine gegenüber der Normalluft vergrößerte Radiallagerluft im Ausgangszustand. Bei Lagern mit kegeliger Bohrung ist diese Vergrößerung wichtig, weil das Lagerspiel beim Einpressen auf die Hülse schrumpft. Zudem gleicht die C3-Lagerluft betriebsbedingte Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring aus.
Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +200 Grad. Sowohl der verwendete 100Cr6-Wälzlagerstahl als auch der Stahlblechkäfig behalten in diesem Rahmen ihre Festigkeit. Weil es sich um eine offene Ausführung handelt, hängt die tatsächliche Temperaturgrenze der Lagerstelle maßgeblich vom gewählten Schmierstoff und der Gehäusedichtung ab.
Ja, denn das offene Lager verfügt werkseitig über keine integrierten Dichtscheiben. Eine externe Gehäusedichtung, beispielsweise durch Wellendichtringe oder Labyrinthe, schützt die Wälzkörper vor Schmutz sowie Feuchtigkeit. Gleichzeitig hält diese Abdichtung das Schmiermittel im Gehäuse und verhindert einen vorzeitigen Trockenlauf.
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