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Das zweireihige Pendelkugellager 11209 -TV von NKE Steyr gleicht Fluchtungsfehler aus und bietet durch den verbreiterten Innenring einen stabilen Wellensitz bei 45 mm Bohrung.
Das Pendelkugellager 11209 -TV ist ein zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 mit den Abmessungen 45 x 85 x 58 mm. Durch die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellt sich das Lager winkeleinstellbar auf Wellendurchbiegungen ein. Die offene Bauform ermöglicht den direkten Zugang von Schmierstoffen, während der integrierte Polyamidkäfig für eine geräuscharme Führung der Kugeln sorgt.
Konstrukteure wählen diese Bauform vor allem für Lagerungsstellen, an denen Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse auftreten können. Typische Einsatzbereiche finden sich bei Lagerungen mit großen Wellenabständen oder elastischen Wellenverläufen. Das Lager nimmt radiale Kräfte auf und toleriert moderate Winkelfehler im laufenden Betrieb, ohne dass an den Laufbahnen unzulässige Kantenbelastungen entstehen.
Der beidseitig verbreiterte Innenring vergrößert die axiale Auflagefläche auf der 45-mm-Welle gegenüber schmalen Standardbauformen. Dadurch verteilt sich der Anpressdruck gleichmäßiger über den Lagersitz, was das Risiko von Verkippungen oder Passungsrost mindert und eine stabile Fixierung begünstigt. Da dieses Wälzlager offen ausgeführt ist, erfordert die Konstruktion eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutz sowie eine planmäßige Schmierstoffzufuhr.
Eine hohlkugelige Außenringlaufbahn zeichnet dieses zweireihige Pendelkugellager aus, wodurch es Fluchtungsfehler und Wellendurchbiegungen selbsttätig ausgleicht. Die Variante -TV ist mit einem leichten Polyamidkäfig ausgestattet. Zudem bietet der beidseitig verbreiterte Innenring eine vergrößerte Abstützung auf der Welle.
Mit einem Innendurchmesser von 45 mm, einem Außendurchmesser von 85 mm und einer Gesamtbreite von 58 mm entspricht das Lager festen Abmessungen. Die Breite resultiert aus dem beidseitig überstehenden Innenring, während der Außenring schmaler bleibt. Der axiale Bauraum im Gehäuse sollte vor der Montage geprüft werden.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen minus 30 und plus 120 Grad Celsius. Diese Spanne wird maßgeblich durch den verbauten Polyamidkäfig bestimmt, der bei höheren Temperaturen an Festigkeit verlieren würde. Bei der Schmiermittelwahl sind die vorherrschenden Betriebstemperaturen der jeweiligen Lagerung zu beachten.
Gefertigt mit normaler Radiallagerluft sowie der Standard-Toleranzklasse P0 beziehungsweise PN, entspricht die Ausführung der Norm ABEC 1. Diese Einstufung deckt reguläre Industrieanwendungen mit üblichen Passungswerten auf Welle und Gehäuse präzise ab.
Die offene Bauweise verzichtet auf Dichtscheiben, wodurch Schmiermittel wie Schmierfett oder Schmieröl ungehindert an die Kugeln und Laufbahnen gelangen. Konstruktiv muss die Lagerstelle im Gehäuse extern gegen Schmutz sowie Feuchtigkeit abgedichtet werden, begleitet von passenden Schmierintervallen.
Ringe und Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl der Sorte 100Cr6. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch Formstabilität und Härte aus. Der Käfig zur Führung der Kugelreihen besteht aus Polyamid, was Reibung und Laufgeräusche im Betrieb reduziert.
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