ZEN
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Das zweireihige Pendelkugellager 2212 -C3 von ZEN gleicht Fluchtungsfehler bei 60 mm Bohrung, 110 mm Außendurchmesser und 28 mm Breite flexibel aus.
Das Pendelkugellager 2212 -C3 ist ein zweireihiges Wälzlager mit zylindrischer Bohrung, gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6. Durch die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellen sich die beiden Kugelreihen im Betrieb selbsttätig ein. Diese Konstruktion kompensiert Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen ohne nennenswerten Reibungsanstieg. Als offenes Bauteil ohne integrierte Dichtung lässt sich das Lager direkt in bestehende Schmiersysteme integrieren.
Dieses Wälzlager eignet sich vor allem für Lagerungsfälle, bei denen mit Fluchtungsfehlern oder leichten Durchbiegungen langer Wellen gerechnet werden muss. Typische Einsatzorte finden sich im allgemeinen Maschinenbau sowie bei Förder- und Antriebswellen mit getrennten Lagergehäusen. Die zweireihige Bauform nimmt vorrangig radiale Belastungen auf und toleriert Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring. Konstrukteure und Instandhalter schätzen die unkomplizierte Handhabung des Lagers bei fluchtungsbedürftigen Konstruktionen.
Das Nachsetzzeichen C3 kennzeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung CN. Dieses vergrößerte Radialspiel wirkt einem Verspannen der Wälzkörper entgegen, wenn betriebsbedingte Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen den Innenring aufweiten. Der verbaute Stahlblechkäfig führt die Kugeln bei Temperaturen von -30 bis +150 Grad. Das Lager entspricht der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1) und verlangt eine saubere externe Abdichtung.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 110 mm und eine Breite von 28 mm. Diese genormten Hauptabmessungen erleichtern den direkten Austausch in bestehenden Baugruppen. Die Bohrung ist zylindrisch ausgeführt und nimmt passende Wellensitze ohne Zwischenhülsen auf.
Der Außenring verfügt über eine durchgehende, hohlkugelig geformte Laufbahn für beide Kugelreihen. Bei Schiefstellungen der Welle schwenken Innenring, Käfig und Kugeln innerhalb dieser Bahn frei aus der Mittellage. Dadurch entstehen im Lager keine schädlichen Kantenspannungen, was die Reibung gering hält und die Betriebssicherheit der Lagerstelle unterstützt.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine größere Radiallagerluft als bei der Standardausführung. Dieser zusätzliche Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen ist vorteilhaft, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede auftreten oder Passungen die Bohrung verengen. So bleibt die nötige Beweglichkeit erhalten, ohne dass die Wälzkörper klemmen.
Da es sich um ein offenes Wälzlager ohne eigene Dichtscheiben handelt, ist es ab Werk nicht mit einer Fettfüllung versehen. Sie schmieren das Lager über die Gehäusekonstruktion wahlweise mit Fett oder Öl. Eine externe Gehäusedichtung schützt das Schmiermittel vor Verunreinigungen und trägt zur Vermeidung von Schmierstoffverlust bei.
Der zulässige Betriebsbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Die maßstabilen Lagerringe aus 100Cr6-Wälzlagerstahl und der temperaturfeste Stahlblechkäfig erlauben diesen weiten thermischen Rahmen. Bei der Wahl des Schmierstoffs sollten Sie darauf achten, dass dieser für die geplante Betriebstemperatur freigegeben ist.
Das Lager ist mit einem stabilen Stahlblechkäfig ausgestattet. Dieser führt die Wälzkörper beider Reihen auf Abstand und zeichnet sich durch geringes Eigengewicht bei solider Festigkeit aus. Stahlblechkäfige sind widerstandsfähig gegenüber Vibrationen und eignen sich für alle gängigen Industrieanwendungen im angegebenen Temperaturbereich.
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