SKF
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Das zweireihige Pendelkugellager 2315 KM/C3 von SKF mit den Maßen 75x160x55 mm gleicht Winkelfehler bei Wellendurchbiegungen im Betrieb selbsttätig aus.
Das Pendelkugellager 2315 KM/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit hohlkugeliger Außenring-Laufbahn. Durch diese Konstruktion stellt sich das offene Lager bei Fluchtungsfehlern oder Wellendurchbiegungen eigenständig nach. Mit einem Außendurchmesser von 160 mm und einer Breite von 55 mm nimmt dieses Wälzlager sowohl radiale Kräfte als auch Axialkräfte in beiden Richtungen auf. Die offene Bauweise erlaubt eine freie Schmierstoffzufuhr im System.
Das Pendellager kommt zum Einsatz, wenn Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring betriebsbedingt auftreten. Häufige Ursachen sind lange Wellen mit elastischer Durchbiegung oder Gehäusefluchtungsfehler bei getrennten Lagerstellen. Da das Lager für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad ausgelegt ist, deckt es anspruchsvolle thermische Einsatzbedingungen ab. Das offene Design erfordert eine bauseitige Abdichtung im Gehäuse, um den Eintritt von Schmutz zu verhindern.
Das Nachsetzzeichen K kennzeichnet die konische Bohrung mit dem Kegel 1:12, wodurch Sie das Lager direkt auf kegeligen Wellenzapfen oder mit Spannhülsen montieren. Bei dieser Montageart verringert sich die Radialluft beim axialen Aufschieben. Deshalb verfügt die Ausführung C3 über eine leicht erhöhte Lagerluft, um nach dem Einbau das passende Betriebsspiel zu erhalten. Der Messingkäfig (M) führt die Wälzkörper und eignet sich auch für höhere Beschleunigungskräfte.
Dieses Wälzlager besitzt einen Innendurchmesser von 75 mm, einen Außendurchmesser von 160 mm und eine Breite von 55 mm. Es verfügt über eine konische Bohrung mit einem Kegelverhältnis von 1:12. Das Lager ist zweireihig ausgeführt und entspricht den Maß- und Lauftoleranzen der Normalklasse P0 beziehungsweise ABEC 1.
Die Montage erfolgt entweder direkt auf einem entsprechend gefertigten kegeligen Wellensitz oder auf einer zylindrischen Welle mithilfe einer passenden Spann- oder Abziehhülse. Beim Aufschieben auf den Kegel weitet sich der Innenring auf, wodurch sich die radiale Lagerluft verringert. Dieser Verschiebeweg bestimmt den festen Sitz des Lagers auf der Welle.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Da sich das Lagerspiel beim Aufpressen des konischen Innenrings verengt und Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring im Betrieb zu einer Ausdehnung führen können, trägt die vergrößerte Anfangsluft dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper während des Betriebs zu vermeiden.
Der mit dem Buchstaben M gekennzeichnete Käfig aus Messing hält die Kugeln auf gleichmäßigem Abstand und führt sie in den Laufbahnen. Messing zeichnet sich durch hohe Festigkeit und günstige Gleiteigenschaften aus. Dadurch eignet sich dieser Käfigtyp für anspruchsvolle Betriebsbedingungen mit Vibrationen oder höheren Stoß- und Radialbeschleunigungen.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -30 und +150 Grad Celsius. Die Fertigung aus 100Cr6-Wälzlagerstahl sorgt für die erforderliche Formstabilität in diesem Temperaturfenster. Weil es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtungen handelt, müssen Schmierstoffwahl und Gehäuseabdichtung exakt auf die herrschenden Betriebstemperaturen abgestimmt sein.
Offene Wälzlager besitzen keine werksseitigen Deck- oder Schleifdichtungen und ermöglichen dadurch eine individuelle Schmierung über Öl oder Fett direkt im Maschinengehäuse. Die Dichtwirkung gegen Schmutz und Feuchtigkeit übernehmen externe Dichtelemente wie Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen am Gehäusedeckel, was zugleich den Schmierstoffwechsel im Rahmen regulärer Wartungsintervalle erleichtert.
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