1220 -M-C3 Pendelkugellager von FAG
1220 -M-C3 Pendelkugellager von FAG

FAG

Pendelkugellager FAG 1220 -M-C3

Technische Daten
 
Innendurchmesser
100 mm
Außendurchmesser
180 mm
Breite
34 mm
Material
Standard-Wälzlagerstahl
Kugelreihen
zweireihiges Lager
Dichtung
keine, offenes Lager
Käfig
Messingkäfig
Lagerluft
leicht erhöhte Radiallagerluft
Toleranzklasse
Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1
Bohrung
zylindrische Bohrung
Innenring
Standardausführung
Temperaturbereich
-30 bis +150°C
Gewicht
3,7 kg
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Pendelkugellager FAG 1220 -M-C3
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Pendelkugellager FAG 1220 -M-C3

Das Pendelkugellager 1220 -M-C3 von FAG bietet mit den Maßen 100x180x34 mm, Messingkäfig und C3-Lagerluft selbsttätigen Winkelausgleich bei Wellendurchbiegungen.

Das zweireihige Pendelkugellager 1220 -M-C3 von FAG dient der Aufnahme radialer Kräfte bei gleichzeitiger Kompensation von Fluchtungsfehlern. Dank der gemeinsamen hohlkugeligen Laufbahn im Außenring stellen sich die beiden Kugelreihen im Betrieb eigenständig ein. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1, eignet sich dieses offene Wälzlager für anspruchsvolle Wellenlagerungen mit zylindrischem 100-mm-Sitz.

Welche Aufgaben übernimmt das Pendelkugellager 1220 -M-C3 bei Wellendurchbiegungen?

Konstruktionen mit langen Wellen oder getrennten Lagergehäusen neigen zu Fluchtungsfehlern und elastischen Durchbiegungen. Das Pendelkugellager 1220 gleicht solche Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring im Betrieb selbsttätig aus, ohne dass unzulässige Kantenpressungen an den Wälzkörpern entstehen. Typische Einsatzbereiche sind daher Wellenlagerungen mit größeren Stützweiten, bei denen eine exakte Ausrichtung baulich erschwert ist oder dynamische Fluchtungsfehler ausgeglichen werden müssen.

Welche Vorteile bieten Messingkäfig und C3-Lagerluft bei dieser Ausführung?

Der massive Messingkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm und hält mechanischen Beschleunigungen sowie erhöhten Betriebstemperaturen stand. Die Nachsetzkennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum wirkt einem Verspannen der Lagerung entgegen, wenn feste Passungen den Innenring aufweiten oder betriebsbedingte Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse entstehen. Das offene Lager erlaubt einen Temperatureinsatzbereich von -30 bis +150 Grad Celsius.

Was zeichnet das Pendelkugellager 1220 -M-C3 konstruktiv aus?

Ein zweireihiges Pendelkugellager dieser Bauart besitzt zwei Kugelreihen und eine gemeinsame sphärische Laufbahn im Außenring. Dadurch können die Kugeln bei Wellendurchbiegungen frei kippen, was Fluchtungsfehler zwischen Innen- und Außenring dynamisch ausgleicht. Die Konstruktion minimiert Kantenbelastungen und sichert einen ruhigen Lauf bei radialer Beanspruchung.

Welche Maße weist dieses Pendelkugellager auf?

Das Lager verfügt über eine zylindrische Bohrung mit 100 mm Innendurchmesser für den Wellensitz. Der Außendurchmesser beträgt 180 mm bei einer Gesamtbreite von 34 mm. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den passgenauen Einbau in genormte Lagergehäuse der entsprechenden Baugrößen.

Was bedeutet der Kennbuchstabe M in der Artikelbezeichnung?

Das Nachsetzzeichen M verweist auf einen geführten Massivkäfig aus Messing. Messingkäfige bieten eine hohe Festigkeit bei starken Drehbeschleunigungen und unruhigen Betriebsverhältnissen. Zudem erweisen sie sich gegenüber Schwingungen und höheren Umgebungstemperaturen als formstabil, was die Führung der Wälzkörper begünstigt.

Warum ist die erhöhte Radiallagerluft C3 sinnvoll?

Die Angabe C3 beschreibt eine Radiallagerluft, die über dem Standardbereich liegt. Wird das Lager mit festem Passungssitz auf die Welle montiert oder entstehen im Betrieb Temperaturgefälle zwischen Welle und Gehäuse, verengt sich das Lagerspiel. Die C3-Luft verhindert ein unzulässiges Klemmen der Kugeln.

Wie wird das offene Pendelkugellager 1220 -M-C3 geschmiert?

Da dieses Lager keine integrierten Schleifdichtungen oder Deckscheiben besitzt, muss das Schmiermittel über das umliegende Gehäuse zugeführt werden. Sie können das Bauteil je nach Drehzahl und Betriebsbedingungen mit Schmierfett oder Schmieröl betreiben. Das Gehäuse sollte externe Dichtungen aufweisen, um Schmierstoffverlust und Schmutzeintritt abzuwenden.

In welchem Temperaturbereich lässt sich das Lager verwenden?

Der zulässige Einsatzbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Sowohl der Wälzlagerstahl 100Cr6 als auch der Messingkäfig sind auf diese Temperaturspanne ausgelegt. Voraussetzung für den Betrieb an den Temperaturgrenzen ist die Wahl eines Schmierstoffs, der für die jeweiligen thermischen Bedingungen freigegeben ist.

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