KOYO
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Das Pendelkugellager 2206 KMG von JTEKT-KOYO mit 30x62x20 mm gleicht Fluchtungsfehler über seine sphärische Außenlaufbahn aus und besitzt eine konische Bohrung.
Das Pendelkugellager 2206 KMG von JTEKT-KOYO ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit den Maßen 30x62x20 mm. Durch die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring stellt sich das Lager bei Schiefstellungen oder Wellendurchbiegungen selbsttätig ein. Diese offene Ausführung mit normaler Radiallagerluft besitzt einen leichten Polyamidkäfig und arbeitet in einem Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad Celsius.
Das Lager gleicht Fluchtungsfehler zwischen Gehäuse und Welle aus, wie sie etwa bei langen Wellenführungen durch elastische Durchbiegungen unter Last auftreten. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt, eignet es sich für geschmierte Bauräume, in denen Schmierstoffe zirkulieren und externe Gehäusedichtungen vor Verunreinigungen schützen.
Die konische Bohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12 erlaubt eine direkte Montage auf kegeligen Wellensitzen oder mithilfe von Spannhülsen auf zylindrischen Wellen. Über den axialen Verschiebeweg stellen Sie die Lagerluft beim Einbau passgenau ein. Der geführte Polyamidkäfig reduziert das Bauteilgewicht und unterstützt einen geräuscharmen Lauf innerhalb der Toleranzklasse P0 (ABEC 1). Der Werkstoff ist für Betriebstemperaturen von bis zu 120 Grad Celsius ausgelegt.
Das zweireihige Lager weist eine konische Innenbohrung von 30 mm, einen Außendurchmesser von 62 mm sowie eine Breite von 20 mm auf. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 entspricht die Maßhaltigkeit der Toleranzklasse P0 beziehungsweise ABEC 1. Beachten Sie bei der Konstruktion Ihres Lagersitzes, dass der Innendurchmesser nach dem Kegelverhältnis 1:12 geformt ist.
Im Außenring befindet sich eine gemeinsame hohlkugelige Sphäre für beide Kugelreihen. Der Innenring samt Kugelkränzen kann sich innerhalb dieser Laufbahn frei neigen. Treten Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehler auf, passt sich das Wälzlager flexibel an, ohne dass zusätzliche Kantenspannungen entstehen. Dies schont die Lagerstelle bei dynamischen Schiefstellungen im laufenden Betrieb.
Das Kegelverhältnis 1:12 beschreibt eine Verjüngung des Innendurchmessers um einen Millimeter bezogen auf zwölf Millimeter axiale Länge. Diese Bauform erleichtert die Befestigung auf glatten Wellen mittels Spann- oder Abziehhülsen. Beim axialen Aufschieben auf den Kegelsitz verringert sich die radiale Lagerluft kontrolliert, wodurch ein formschlüssiger Festsitz erreicht wird.
Da dieses Lager ohne integrierte Deck- oder Dichtscheiben ausgeführt ist, besitzt es werksseitig keine Schmierfettfüllung. Sie versehen die Lagerstelle beim Einbau mit einem geeigneten Fett oder binden sie an einen Ölkreislauf an. Bei offenen Konstruktionen müssen externe Dichtungen am Gehäuse angebracht werden, um das Schmiermittel zu halten und Schmutzeintrag abzuwehren.
Der integrierte Polyamidkäfig trennt die Wälzkörper gleichmäßig und zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht aus. Der elastische Werkstoff dämpft mechanische Schwingungen und fördert einen geräuscharmen Lauf. Der zulässige Temperatureinsatzbereich liegt bei -20 bis +120 Grad Celsius, was den Einsatz in Standard-Industrieumgebungen problemlos ermöglicht.
Die normale Radiallagerluft bezeichnet das werksseitige Radialspiel zwischen Kugeln und Laufbahnen im unmontierten Zustand. Da sich der Innenring beim Aufpressen auf einen konischen Sitz aufweitet, verringert sich dieses Spiel während des Einbaus. Messen Sie die verbleibende Lagerluft beim axialen Verschieben nach Herstellervorgabe, um unzulässige Vorspannung zu vermeiden.