KOYO
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Das zweireihige Pendelkugellager 2302 2RS (15x42x17 mm) gleicht Fluchtungsfehler selbsttätig aus und schützt durch beidseitige Schleifdichtungen vor Verunreinigungen.
Das Pendelkugellager 2302 2RS von JTEKT-KOYO ist ein zweireihiges Wälzlager mit hohlkugeliger Außenringlaufbahn, das Winkelfehler zwischen Welle und Gehäuse ausgleicht. Mit den Maßen 15 mm Innendurchmesser, 42 mm Außendurchmesser und 17 mm Breite eignet sich diese Baueinheit für Konstruktionen, bei denen Wellendurchbiegungen auftreten. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig, nimmt das Lager radiale Lasten sowie leichte axiale Kräfte auf.
Das Pendelkugellager 2302 2RS eignet sich vor allem für Lagerstellen mit potenziellen Fluchtungsfehlern oder leichten Wellendurchbiegungen unter Last. Typische Einsatzfelder finden sich bei Wellenführungen im allgemeinen Maschinenbau, bei denen elastische Durchbiegungen auftreten können. Durch die schwenkbaren Kugelreihen stellt sich das Lager bei Gehäuseverzug selbsttätig ein, wodurch Kantenspannungen vermieden werden. Die Konstruktion deckt Betriebsbedingungen ab, bei denen starre Lagerungen Fluchtungsabweichungen nicht ausgleichen können.
Die beidseitig schleifende 2RS-Dichtung schützt die Laufbahnen wirksam vor eindringendem Staub, Schmutzpartikeln sowie Feuchtigkeit. Gleichzeitig trägt die Dichtung dazu bei, das Austreten des Schmierfetts zu hemmen, was den Wartungsaufwand im laufenden Betrieb verringert. Für Einsätze in verschmutzter Umgebung ist diese Dichtungsvariante die passende Wahl. Bei der Auslegung sind der zulässige Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad sowie die Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1 zu berücksichtigen.
Die Abmessungen betragen 15 mm für die Bohrung (Innendurchmesser), 42 mm für den Außendurchmesser und 17 mm in der Baubreite. Diese Hauptabmessungen folgen standardisierten Maßreihen, sodass Sie das Bauteil bei Reparaturen oder Neukonstruktionen passgenau in genormte Gehäusesitze und auf entsprechende Wellen montieren können.
Die Laufbahn im Außenring ist als Hohlkugelfläche ausgeführt. Dadurch können sich der Innenring und die beiden Kugelreihen innerhalb des Außenrings frei ausrichten. Fluchtungsfehler zwischen Gehäuse und Welle oder betriebsbedingte Durchbiegungen gleicht das Wälzlager eigenständig aus, ohne dass zusätzliche Kantenbelastungen auf die Wälzkörper wirken.
Die Kennzeichnung 2RS steht für beidseitig montierte, berührende Schleifdichtungen. Sie dichten den Innenraum des Lagers gegen Schmutz sowie Feuchtigkeit ab und halten das werksseitige Schmierfett im Inneren. Dadurch verringert sich der Instandhaltungsaufwand gegenüber offenen Lagern, während das Lager vorzeitigem Verschleiß durch Schmutzeintrag entgegenwirkt.
Die Einstufung als normale Radiallagerluft bezeichnet das standardmäßige radiale Lagerspiel vor dem Einbau. Dieser Spielraum federt betriebsbedingte Ausdehnungen bei normalen Betriebstemperaturen ab und unterstützt einen leichten Lauf. Für Standardanwendungen ohne extreme Wärmeeinträge oder enge Passungsübermaße ist diese Radiallagerluft die passende Ausführung.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Die Begrenzung resultiert aus den Werkstoffeigenschaften des Wälzlagerstahls 100Cr6, dem Stahlblechkäfig und den Dichtlippen der 2RS-Dichtung. Innerhalb dieser thermischen Spanne behalten die Dichtelemente ihre Funktion und der Wälzkörperkontakt bleibt mechanisch stabil.
Innen- und Außenring sowie die Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), der für hohe Ermüdungsfestigkeit und Formstabilität sorgt. Die Wälzkörper werden durch einen Stahlblechkäfig geführt, der die Kugeln auf Abstand hält und auch bei raschen Lastwechseln eine gleichmäßige Lastverteilung im zweireihigen Verband unterstützt.