KOYO
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Das Pendelkugellager 1205 KC3 von JTEKT-KOYO gleicht Fluchtungsfehler zuverlässig aus und bietet mit 25 mm Bohrung, 52 mm Außenmaß und C3-Lagerluft hohe Betriebssicherheit.
Beim Pendelkugellager 1205 KC3 handelt es sich um ein zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer hohlkugeligen Außenring-Laufbahn. Diese Konstruktion gleicht Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im laufenden Betrieb selbsttätig aus. Das offene Lager verfügt über die Hauptabmessungen 25x52x15 mm und wird mit einem robusten Stahlblechkäfig geführt. Für industrielle Baugruppen, bei denen Gehäusefluchtung und Wellenversatz eine Rolle spielen, bietet diese Ausführung von JTEKT-KOYO in Normaltoleranz P0/ABEC 1 eine präzise geführte Drehbewegung im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad.
Dieses zweireihige Lager bewährt sich vor allem dort, wo sich Wellen unter Belastung elastisch durchbiegen oder fertigungsbedingte Fluchtungsfehler zwischen den Gehäusesitzen auftreten. Durch die gemeinsame sphärische Laufbahn im Außenring pendeln die beiden Kugelreihen winkelig aus, ohne nennenswerte Zwangsspannungen zu erzeugen. Typische Einsatzfelder finden sich bei langen Wellenkonstruktionen oder Lagerstellen mit geteilten Gehäusen, an denen Gehäusesitze fertigungsbedingt voneinander abweichen können. Da es als offenes Lager ausgeführt ist, lässt es sich flexibel an bestehende Schmierstoffkreisläufe anbinden oder mit passendem Schmierfett für die jeweilige Anwendung versehen.
Die Kennzeichnung K weist auf eine konische Bohrung mit dem Kegelverhältnis 1:12 hin, die eine feste Montage mittels Spann- oder Abziehhülse auf glatten Wellen erlaubt. Beim Aufschieben auf den kegeligen Sitz verringert sich das radiale Lagerspiel. Hier greift die Ausführung mit C3-Lagerluft: Das leicht erhöhte Ausgangsspiel fängt diese betriebs- und montagebedingte Radialluftminderung gezielt ab. Zudem gleicht die vergrößerte Lagerluft thermische Ausdehnungen aus, wenn im Temperaturbereich zwischen -20 und +120 Grad Wärmeunterschiede zwischen Innen- und Außenring entstehen.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 25 mm, einen Außendurchmesser von 52 mm sowie eine Baubreite von 15 mm auf. Diese Abmessungen entsprechen den standardisierten Abmessungen für diese Bauform. Die Toleranzen von Innenring, Außenring und Laufgenauigkeit liegen in der Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz bzw. ABEC 1) für standardisierte Industrieanwendungen.
Der Kegel 1:12 im Innenring ermöglicht die Montage auf zylindrischen Wellen mithilfe einer Spann- oder Abziehhülse sowie auf kegelig vorgefertigten Lagersitzen. Durch das kontrollierte axiale Verschieben des Innenrings auf dem Kegel lässt sich der Festsitz exakt einstellen, was den Ein- und Ausbau im Vergleich zu rein zylindrischen Presssitzen vereinfacht.
Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen verhindert, dass das Lager nach dem axialen Aufpressen auf die konische Passung oder bei Erwärmung im Betrieb verspannt. Es unterstützt somit einen vibrationsarmen und leichten Lauf.
Da dieses Bauteil ohne integrierte Dichtscheiben geliefert wird, erfordert es eine externe Abdichtung der Gehäuseumgebung sowie eine passende Schmierstoffversorgung. Sie können je nach Drehzahl und Einsatzumgebung standardmäßige Schmierfette oder Schmieröle verwenden. Der gewählte Schmierstoff sollte für den zulässigen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt sein.
Innen- und Außenring sowie die Kugeln bestehen aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), der sich durch hohe Härte und Verschleißfestigkeit auszeichnet. Zur Führung und Beabstandung der zweireihig angeordneten Wälzkörper dient ein formstabiler Stahlblechkäfig. Diese Materialkombination trägt zur Formstabilität im gesamten spezifizierten Temperaturbereich bei.
Die innere Laufbahn des Außenrings ist als durchgehende Hohlkugelfläche geformt. Dadurch kann sich das Kugelsatz-Paket mitsamt dem Innenring um den Mittelpunkt des Lagers drehen und neigen. Schiefstellungen, Achsverlagerungen oder Wellendurchbiegungen gleicht das zweireihige Lager selbsttätig aus, ohne dass zusätzliche axiale Kantenbelastungen auf die Wälzkörper wirken.