NKE
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Zweireihiges Pendelkugellager 2306 -C3 von NKE Steyr mit 30 mm Bohrung und vergrößerter C3-Lagerluft zum Ausgleich von Fluchtungsfehlern.
Das Pendelkugellager 2306 -C3 von NKE Steyr führt rotierende Wellen bei kombinierten radialen und axialen Lasten. Durch die hohlkugelige Außenring-Laufbahn stellt sich das zweireihige Wälzlager eigenständig schräg, wenn Fluchtungsfehler oder Wellendurchbiegungen auftreten. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 nach Toleranzklasse P0 (ABEC 1), eignet sich dieses Bauteil für industrielle Lagerstellen. Mit den Abmessungen von 30x72x27 mm lässt sich das Wälzlager in genormte Gehäusepassungen integrieren.
Konstrukteure und Instandhalter greifen auf dieses Lager zurück, wenn sich Gehäusefluchten fertigungsbedingt verziehen oder lange Wellen unter Last elastisch durchbiegen. Typische Einsatzbereiche sind Lagerstellen, bei denen statische oder dynamische Winkelfehler kompensiert werden müssen. Der Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper dabei gleichmäßig zwischen den Laufbahnen. Die offene Bauform ohne Dichtscheiben erlaubt eine freie Schmierstoffwahl, sodass je nach Anforderung Schmierfett oder Schmieröl zugeführt werden kann.
Das Nachsetzzeichen C3 weist eine leicht erhöhte radiale Lagerluft gegenüber der Standardausführung auf. Dieses radiale Spiel ist vorteilhaft, wenn im Betrieb Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring auftreten. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Bei höheren Betriebstemperaturen dehnt sich der Innenring aus, ohne dass die Kugeln klemmen. Zudem kompensiert die C3-Lagerluft enge Wellenpassungen, die das Lagerspiel beim Aufpressen des zylindrischen Innenrings verringern.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 30 mm, einen Außendurchmesser von 72 mm sowie eine Baubreite von 27 mm auf. Diese standardisierten Abmessungen ermöglichen einen direkten Austausch in bestehenden Baugruppen ohne konstruktive Nacharbeit am Lagersitz.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine gegenüber der Normalluft vergrößerte Radialluft. Das zusätzliche Spiel verhindert das Verspannen der Wälzkörper, wenn sich Welle und Gehäuse ungleichmäßig erwärmen oder stramme Passungen das Lagerspiel nach dem Einbau reduzieren.
Offene Lager besitzen keine integrierten Dichtscheiben. Diese Bauform minimiert die Reibung und erlaubt eine externe Schmierung über das Gehäuse mittels Fett oder Öl. Gleichzeitig lässt sich das Lager leicht auswaschen, prüfen und an spezifische Schmierkonzepte vor Ort anpassen.
Das Lager ist für Umgebungstemperaturen von -30 bis +150 Grad Celsius ausgelegt. Der integrierte Stahlblechkäfig und die Maßstabilität des Wälzlagerstahls 100Cr6 bleiben innerhalb dieses Einsatzbereichs formstabil, sofern ein geeigneter Betriebsschmierstoff gewählt wird.
Im Außenring verläuft eine durchgehende, hohlkugelige Laufbahn für beide Kugelreihen. Der Innenring samt Kugelkränzen kann sich im Außenring frei verschwenken. Dadurch kompensiert das Lager Winkelfehler zwischen Welle und Lagersitz, ohne dass unzulässige Kantenpressungen an den Wälzkörpern entstehen.
Laufringe und Wälzkörper sind aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 gefertigt. Dieser chromlegierte Stahl bietet eine hohe Druckfestigkeit und Formbeständigkeit unter mechanischer Belastung. Der Käfig zur Kugelteilung besteht aus Stahlblech.
NKE AUSTRIA GmbH
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