SKF
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Das Pendelkugellager 1320 K/C3 gleicht Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen aus und misst 100 mm Bohrungsdurchmesser, 215 mm Außendurchmesser sowie 47 mm Breite.
Das Pendelkugellager 1320 K/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 in offener Bauform. Die durchgehende sphärische Hohlkugellaufbahn im Außenring verleiht dem Bauteil seine winkeleinstellbare Eigenschaft. Dadurch kompensiert dieses Modell Schiefstellungen zwischen Innen- und Außenring im Betrieb selbsttätig. Ausgerüstet mit einem stabilen Stahlblechkäfig und gefertigt nach Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1), eignet sich die Einheit für Drehbewegungen in einem Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad Celsius.
Konstrukteure und Instandhalter verwenden diese Ausführung bevorzugt bei langen Wellenführungen oder getrennten Gehäusestellen, an denen konstruktionsbedingte Fluchtungsfehler oder elastische Wellendurchbiegungen auftreten. Durch die zweireihig angeordneten Wälzkörper überträgt das Bauteil primär Radialkräfte bei gleichzeitig geringer innerer Reibung. Das offene Profil ermöglicht eine direkte Zufuhr von Schmierfetten oder Schmierölen, abgestimmt auf das jeweilige Schmiersystem der Gesamtanlage.
Das Nachsetzzeichen K verweist auf eine kegelige Innenbohrung im Verhältnis 1:12. Diese Form erlaubt die Montage mittels Spann- oder Abziehhülsen direkt auf zylindrischen Wellen oder auf entsprechend kegelig geschliffenen Wellensitzen. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 bietet zusätzlichen radialen Spielraum zwischen Kugeln und Laufbahnen. Dieser Spielraum federt temperaturbedingte Ausdehnungen im laufenden Betrieb ab und verhindert ein Verspannen, wenn das Lager beim Aufpressen radial leicht aufgeweitet wird.
Die Hauptabmessungen betragen 100 mm für den Innendurchmesser der Bohrung, 215 mm für den Außendurchmesser und 47 mm in der Gesamtbreite. Als zweireihiges Lager beansprucht es entsprechenden axialen Bauraum im Gehäuse, bietet dafür jedoch zwei parallele Kugelreihen zur Aufnahme radialer Kräfte.
Der Buchstabe K kennzeichnet eine kegelige beziehungsweise konische Bohrung mit einer Steigung von 1:12. Diese Bauweise erleichtert den festen Sitz auf der Welle, da die Fixierung häufig über genormte Spannhülsen oder direkt auf einem konischen Zapfen erfolgt.
C3 bezeichnet eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der normalen Grundausführung. Sie gleicht das radiale Zusammenziehen des Lagerspiels aus, das beim Aufschieben auf den kegeligen Sitz entsteht. Zudem verhindert das Spiel ein Klemmen der Wälzkörper bei Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring.
Ausgelegt für den Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad Celsius, widersteht die Kombination aus 100Cr6-Stahl und robustem Stahlblechkäfig sowohl Kälte als auch mäßiger Betriebshitze. Da es sich um ein ungedichtetes Lager handelt, bestimmt das gewählte externe Schmiermittel die tatsächliche thermische Einsatzgrenze.
Die offene Konstruktion besitzt werkseitig keine Dichtscheiben und enthält keine vordefinierte Schmierfettfüllung. Daher muss die Lagerstelle über das Gehäuse mit geeigneten Schmierstoffen versorgt werden. Gleichzeitig sind am Gehäuse externe Dichtungen vorzusehen, um das Lager vor Verunreinigungen und Feuchtigkeit zu schützen.
Dieses Lager wird in der Normaltoleranz P0 beziehungsweise PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Standard-Genauigkeitsklasse eignet sich für den Großteil aller allgemeinen Maschinenbauanwendungen, bei denen keine extremen Hochpräzisionsanforderungen an Rundlauf und Formtoleranzen gestellt sind.
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