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Das Nadellager (massiv) RNA6912 von NKE Steyr bietet als zweireihiges, offenes Wälzlager mit 68x85x45 mm hohe radiale Tragfähigkeit auf gehärteten Wellen.
Das Nadellager (massiv) RNA6912 stammt von NKE Steyr und zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise bei hoher radialer Belastbarkeit aus. Da dieses Wälzlager ohne Innenring gefertigt ist, laufen die Nadelkränze unmittelbar auf der bearbeiteten Welle. Das offene, zweireihige Lager besitzt einen Außendurchmesser von 85 mm sowie eine Breite von 45 mm bei einer Nadelhüllkreisbohrung von 68 mm. Für eine geordnete Führung der Wälzkörper sorgt ein stabiler Stahlblechkäfig.
Das Nadellager (massiv) RNA6912 kommt vor allem dort zur Anwendung, wo hohe radiale Kräfte auf engem Raum übertragen werden müssen. Da das Lager ohne Innenring montiert wird, spart die Konstruktion radialen Bauraum ein. Typische Einsatzfelder finden sich in kompakten Baugruppen und mechanischen Antrieben mit gehärteten sowie geschliffenen Wellenbahnen. Durch die Auslegung als Loslager nimmt die Konstruktion Radiallasten auf, während axiale Wellenverschiebungen reibungsarm ausgeglichen werden.
Bei der Ausführung ohne Innenring dient die Welle direkt als Laufbahn für die zweireihig angeordneten Nadeln. Voraussetzung für den Betrieb ist eine gehärtete und feinbearbeitete Wellenoberfläche, um vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden. Das Lager besitzt die normale Radiallagerluft und entspricht der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1. Über die integrierte Umfangsnut mit Schmierbohrung lässt sich Schmierstoff gezielt zuführen. Der zulässige Temperaturbereich reicht von -20 bis +100 Grad Celsius.
Ein Hüllkreisdurchmesser der Nadeln von 68 mm entspricht dem erforderlichen Wellendurchmesser. Der Außendurchmesser beträgt 85 mm und die Lagerbreite liegt bei 45 mm. Durch diese Dimensionen stellt das massive Nadellager eine tragfähige Lösung für kompakte Gehäuse und Antriebseinheiten dar.
Der Verzicht auf einen Innenring spart radialen Bauraum und ermöglicht die Wahl eines größeren Wellendurchmessers bei vorgegebener Gehäusebohrung. Die Wälzkörper rollen direkt auf dem gehärteten Zapfen ab. Dadurch erreichen Sie eine besonders steife Lageranordnung, sofern die Gegenlauffläche auf der Welle passend geschliffen ist.
Zwei parallele Nadelreihen verteilen die auftretenden Radialkräfte auf eine verdoppelte Anzahl an Linienkontakten. Gegenüber einreihigen Ausführungen gleicher Bohrung steigt dadurch die radiale Belastbarkeit. Ein robuster Stahlblechkäfig hält die Nadeln beider Reihen exakt auf Abstand und führt sie reibungsarm im Außenring.
Der Außenring ist mit einer umlaufenden Umfangsnut und Schmierbohrungen versehen. Über diese Öffnungen gelangt Schmierfett oder Schmieröl von außen direkt zwischen die beiden Nadelkränze. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtungen handelt, ist eine Schmierstoffversorgung über das Gehäuse oder externe Dichtungen erforderlich.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +100 Grad Celsius. Diese Spanne wird maßgeblich durch den Stahlblechkäfig und die Maßhaltigkeit der Lagerbauteile bestimmt. Für einen zuverlässigen Betrieb sollte auch der gewählte Schmierstoff exakt auf diesen thermischen Einsatzbereich abgestimmt sein.
Die Kennzeichnung steht für die Standard-Genauigkeitsklasse industrieller Wälzlager nach internationalen Vorgaben. Sie definiert zulässige Maß- und Formabweichungen des Außenrings. Für übliche Maschinenbau- und Getriebeanwendungen bietet diese Toleranzklasse eine bewährte Passgenauigkeit sowie einen reibungslosen Einbau in genormte Gehäusebohrungen.
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