KOYO
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Der einreihige Nadelkranz K55X60X27 H von JTEKT-KOYO führt Nadelrollen bauraumsparend bei 55 mm Bohrung, 60 mm Außendurchmesser und 27 mm Breite.
Der Nadelkranz K55X60X27 H stellt eine eigenständige Wälzlagereinheit dar, die aus Nadelrollen und einem Käfig besteht. Da Innen- und Außenringe fehlen, läuft dieser einreihige Nadelkranz direkt auf der gehärteten Welle und im passenden Gehäuse. Dieses Konstruktionsprinzip beansprucht radial minimalen Bauraum, da die radiale Bauhöhe ausschließlich dem Durchmesser der Wälzkörper entspricht. Der Hersteller JTEKT-KOYO konzipiert das Bauteil für geführte Radiallasten in industriellen Getrieben und Vorrichtungen.
Konstrukteure und Instandhalter greifen auf den Nadelkranz K55X60X27 H zurück, wenn radiale Kräfte bei stark begrenztem Bauraum aufgenommen werden müssen. Typische Einsatzfelder finden sich in kompakten Getriebestufen und mechanischen Vorrichtungen. Da das Lager keine eigenen Ringe besitzt, laufen die Nadeln direkt auf den zylindrischen Gegenflächen. Konstruktionen erzielen damit eine hohe radiale Tragfähigkeit bei minimaler Lagerquerschnittshöhe. Zudem eignet sich die geführte Anordnung der Wälzkörper für Anwendungen mit kontinuierlichen Drehbewegungen.
Bei der Integration des Nadelkranzes mit gehärtetem Stahlkäfig spielen die Oberflächen der Welle und des Gehäuses eine zentrale Rolle. Da der Nadelkranz keine eigenen Laufringe mitbringt, müssen die Kontaktflächen gehärtet und feinstbearbeitet sein, um Verschleiß zu vermeiden. Der Stahlkäfig führt die Nadeln achsparallel und trennt sie voneinander, was die innere Reibung verringert. Beachten Sie außerdem den zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad, der die thermischen Einsatzgrenzen dieser Baugruppe definiert.
Der Nadelkranz besitzt einen Innendurchmesser von 55 mm, einen Außendurchmesser von 60 mm sowie eine Breite von 27 mm. Die Differenz zwischen Innen- und Außenmaß ergibt eine minimale Bauhöhe für die Wälzkörper. Diese Abmessungen ermöglichen extrem kompakte Konstruktionen, wenn der vorhandene radiale Einbauraum für Wälzlager mit Innen- und Außenring nicht ausreicht.
Nadelkränze kommen standardmäßig ohne eigene Innen- und Außenringe zum Einsatz. Die Wälzkörper laufen direkt auf der Welle sowie in der Gehäusebohrung. Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Wellen- und Gehäuselaufbahnen gehärtet sowie geschliffen ausführen. Sollte eine Härtung der Bauteile konstruktiv nicht machbar sein, lassen sich Nadelkränze alternativ mit separaten Innen- oder Außenringen kombinieren.
Der Käfig aus gehärtetem Stahl führt die einreihigen Nadelrollen achsparallel und verhindert ein Schränken der Wälzkörper in der lastfreien Zone. Zudem verhindert die Käfigstruktur die direkte Berührung benachbarter Nadeln, wodurch die Gleitreibung minimiert wird. Die Härtung des Stahls verleiht dem Käfig eine hohe Formstabilität gegenüber Fliehkräften und stoßartigen Beanspruchungen im laufenden Betrieb.
Für diese Ausführung ist ein Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad spezifiziert. Dieser Rahmen orientiert sich an der Wärmebeständigkeit des gehärteten Stahlkäfigs und der Nadelrollen. Bei der Auslegung der Schmierung ist darauf zu achten, dass das gewählte Schmiermittel, ob Schmierfett oder Schmieröl, über den gesamten geplanten Betriebsbereich innerhalb dieser Temperaturgrenzen funktionsfähig bleibt.
Da Nadelkränze ausschließlich radiale Kräfte aufnehmen und über keine Borde an den Laufbahnen verfügen, müssen Sie die axiale Führung konstruktiv über angrenzende Bauteile lösen. Üblich ist die seitliche Begrenzung durch Anlaufscheiben, Wellenschultern oder Sicherungsringe im Gehäuse. Diese Anlaufflächen sollten eine ebene und verschleißfeste Oberfläche aufweisen, um ein Anlaufen des Stahlkäfigs ohne übermäßigen Abrieb zu ermöglichen.
Ein einreihiger Nadelkranz besitzt genau eine Reihe von Nadelrollen entlang der Lagerbreite. Diese Bauform bietet eine sehr kompakte Radiallagerung und erzeugt im Vergleich zu mehrreihigen Varianten ein geringeres Reibmoment. Zweireihige Kränze bauen in der Regel breiter und nehmen höhere radiale Belastungen auf, erfordern jedoch bei identischem Durchmesser meist mehr Bauraum in axialer Richtung.