KOYO
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Nadelkranz K50X55X20 H.ZB2 von JTEKT-KOYO (50x55x20 mm): Einreihiger Wälzkörperkranz mit gehärtetem Stahlkäfig für kompakte Lagerungen bei minimalem radialem Bauraum.
Der Nadelkranz K50X55X20 H.ZB2 bildet eine einbaufertige Funktionseinheit zur Aufnahme hoher radialer Kräfte auf geringstem Bauraum. Da diese Bauform auf eigene Innen- und Außenringe verzichtet, dient die radiale Nadelhöhe direkt als maßgeblicher Bauraum. Die Wälzkörper laufen unmittelbar auf der Welle sowie in der Gehäusebohrung, wodurch Konstruktionen schlank und gewichtsoptimiert ausfallen. JTEKT-KOYO fertigt diese Ausführung mit einem gehärteten Stahlkäfig, der die Nadelrollen achsparallel führt und gegenseitige Reibung der Wälzkörper verringert.
Dieses Wälzlager eignet sich für Konstruktionen, bei denen Welle und Gehäuse bereits gehärtete sowie geschliffene Laufbahnen aufweisen. Typische Einsatzbereiche finden sich bei Lagerungen mit radial begrenztem Bauraum, wo herkömmliche Lageraußenringe zu viel Platz beanspruchen würden. Der einreihige Kranz nimmt ausschließlich Radiallasten auf. Durch die Führung der Nadeln im Stahlkäfig eignet sich die Einheit auch für höhere Drehzahlen, da sie die Berührung benachbarter Rollen verhindert und Schräglauf in der lastfreien Zone entgegenwirkt.
Der integrierte Käfig hält die Nadelrollen exakt auf Abstand und verleiht der gesamten Baugruppe eine hohe mechanische Stabilität. Durch die Härtung des Stahls widersteht das Bauteil auftretenden Schwingungen und Fliehkräften im Betrieb. Gleichzeitig begrenzt der Schmierstoff den zulässigen Betriebsbereich auf Spannen von -20 bis +120 Grad. Bei der Auslegung müssen Anwender berücksichtigen, dass die Passungen von Welle und Bohrung direkt das radiale Lagerspiel bestimmen, da keine separaten Lagerringe Maßabweichungen ausgleichen.
Die Einheit besitzt einen Innendurchmesser von 50 mm, einen Außendurchmesser von 55 mm und eine Baubreite von 20 mm. Da der Kranz weder über einen Innen- noch über einen Außenring verfügt, bestimmen diese Werte unmittelbar den Durchmesser der zugehörigen Wellenlaufbahn sowie die Gehäusebohrung.
Ein Nadelkranz besteht ausschließlich aus den zylindrischen Wälzkörpern und dem führenden Käfig. Herkömmliche Nadellager enthalten zusätzlich mindestens einen Außenring oder Innenring. Der Nadelkranz erlaubt dadurch die radial kleinste Bauhöhe, verlangt jedoch gehärtete und feinstbearbeitete Laufflächen auf Welle und Gehäusebohrung.
Der zulässige Einsatzbereich reicht von -20 bis +120 Grad. Ausschlaggebend für diese Grenzwerte sind neben dem Werkstoff des gehärteten Stahlkäfigs vor allem die thermische Beständigkeit des gewählten Schmierfetts oder Öls, das dem System zugeführt wird.
Da der Kranz offen konstruiert ist und keine integrierten Dichtungen besitzt, benötigt er eine externe Schmierstoffversorgung über Öl oder Wälzlagerfett. Die Aussparungen im Käfig ermöglichen einen zügigen Schmierstoffzutritt an die Kontaktstellen zwischen den Nadelrollen und den umliegenden Bauteilen.
Welle und Gehäusebohrung fungieren als direkte Wälzkörperlaufbahnen. Konstrukteure müssen diese Flächen ausreichend härten und feinschleifen, um Grübchenbildung und vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden. Zudem bestimmt die Maßtoleranz der Gegenstücke das Betriebsspiel des Lagers direkt.