KOYO
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Die Nadelhülse B138 von JTEKT-KOYO bietet eine platzsparende Radiallagerung mit den Maßen 20,673 x 27 x 12,7 mm für kompakte Gehäusebohrungen.
Die Nadelhülse B138 ist ein offenes, einreihiges Nadellager für präzise geführte Radialkräfte bei minimalem radialem Bauraum. Das Bauteil von JTEKT-KOYO nutzt einen dünnwandigen Außenring, in dem ein stabiler Stahlblechkäfig die Nadelrollen führt. Konstruktionen ohne eigenen Innenring nutzen direkt die gehärtete Welle als Laufbahn, wodurch sich der Gesamtdurchmesser der Lagerstelle wirksam reduzieren lässt.
Diese Nadelhülse eignet sich für Lagerungsanordnungen mit rein radialen Belastungen, bei denen der radiale Einbauraum stark begrenzt ist. Durch die linienförmige Berührung der Nadeln nimmt die Konstruktion hohe statische und dynamische Querkräfte auf. Voraussetzung für den ordnungsgemäßen Lauf ist, dass keine axialen Kräfte auf das Wälzlager einwirken.
Da die Ausführung B138 ohne Dichtung und ohne Schmierbohrung ausgeführt ist, erfordert die Lagerstelle eine gehäuseseitige Schmierstoffversorgung sowie externen Schutz gegen eindringenden Schmutz. Die Zufuhr von Schmieröl oder Schmierfett erfolgt stirnseitig. Bei der Montage wird die Hülse formschlüssig in die Gehäusebohrung eingepresst, wodurch sie ihre zylindrische Passform erhält.
Der Innendurchmesser beträgt 20,673 mm, der Außendurchmesser 27 mm und die Baubreite 12,7 mm. Diese Abmessungen basieren auf zölligen Abstufungen. Durch den geringen Querschnitt eignet sich die Komponente für flache Gehäusekonstruktionen.
Nadelhülsen laufen bevorzugt unmittelbar auf einer gehärteten und geschliffenen Welle. Durch den Verzicht auf den Innenring bleibt der Lagerdurchmesser minimal, während die Welle die volle Tragfähigkeit der Nadelrollen nutzt. Ist ein Wellenhärten konstruktiv unmöglich, lässt sich ein separater Innenring ergänzen.
Der zulässige Betriebsbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Begrenzender Faktor ist dabei neben dem Werkstoffgefüge vor allem das verwendete Schmiermittel. Der verbaute Stahlblechkäfig zeigt sich innerhalb dieses Temperaturfensters formstabil und widerstandsfähig gegen typische Schmieröle und Fette.
Das Einpressen in eine maßgenaue Gehäusebohrung sorgt für den festen Sitz durch elastische Eigenspannung. Ein axialer Sicherungsring oder Sicherungsdeckel ist im Regelfall nicht erforderlich. Verwenden Sie zur Montage stets einen passenden Einpressdorn, der gleichmäßig auf die gestempelte Stirnseite der Hülse drückt.
Da dieses Lager keine integrierte Schmierbohrung im Außenmantel besitzt, muss Schmierfett oder Umlauföl über die Stirnseiten der Lagerstelle eingebracht werden. Die offene Bauform ohne Dichtscheiben erlaubt eine kontinuierliche Ölnebelschmierung oder den Anschluss an bestehende Getriebeölkreisläufe.