NKE
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Das Kegelrollenlager 30326 von NKE Steyr nimmt hohe Radial- und Axialkräfte auf und misst 130x280x63,75 mm.
Das Kegelrollenlager 30326 ist ein offenes, einreihiges Rollenlager für anspruchsvolle mechanische Lagerungen im Maschinen- und Anlagenbau. Rollenkranz und Ringe nehmen kombinierte radiale und einseitig axiale Belastungen auf. Durch die kegelig ausgeführten Rollen und Laufbahnen laufen die Wälzkörper präzise am Innenringbord, was einen reibungsarmen Lauf unterstützt. NKE Steyr fertigt diese Standardausführung als komplettes Lager inklusive Außenring und Innenringbaugruppe für stark beanspruchte Industrieanwendungen.
Dieses einreihige Wälzlager nimmt hohe Radiallasten und einseitige Axialkräfte auf. Da Kegelrollen Axiallasten konstruktionsbedingt nur in einer Richtung abstützen, erfolgt der Einbau häufig spiegelbildlich gepaart mit einem zweiten Lager. Diese Anordnung nimmt Schubkräfte in beide Richtungen auf. Die lineare Kontaktfläche der Rollen sorgt für eine hohe Steifigkeit und Kippsicherheit. Bei Stoßbelastungen oder kontinuierlichen Radialkräften bietet die Konstruktion mit 280 mm Außendurchmesser eine hohe Tragfähigkeit.
Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper geordnet und eignet sich für einen Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad Celsius. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 (Normaltoleranz, vergleichbar mit ABEC 1) definiert präzise Maßgrenzen für Welle und Gehäuse. Da Außen- und Innenring getrennt montierbar sind, lässt sich das Lagerspiel während der Montage über das axiale Anstellen exakt einstellen.
Mit einem Innendurchmesser von 130 mm, einem Außendurchmesser von 280 mm und einer Gesamtbreite von 63,75 mm entspricht das Bauteil metrischen Standardabmessungen. Diese Werte gelten für das komplette Lager aus Innenringbaugruppe mit Rollensatz und zugehörigem Außenring. Vor der Montage sind Welle und Gehäusebohrung auf diese Anschlussmaße abzustimmen.
Konstruktionsbedingt nimmt ein einreihiges Kegelrollenlager hohe Radialkräfte sowie Axialkräfte aus einer Richtung auf. Bei radialer Belastung entsteht durch den Kegelwinkel eine interne Axialkraft, die durch eine Gegenführung abgestützt werden muss. In der Praxis erfolgt der Einbau daher meist paarweise mit einem zweiten Lager in O- oder X-Anordnung, um Axialschub in beide Richtungen aufzunehmen.
Kegelrollenlager sind nicht selbsthaltend aufgebaut, wodurch der Außenring vollständig vom Innenring mit Käfig und Rollensatz abgezogen werden kann. Diese Teilbarkeit erleichtert die Montage und Demontage bei engen Gehäuseverhältnissen erheblich. Zudem ermöglicht die getrennte Bauweise, das erforderliche Lagerspiel oder eine definierte Vorspannung beim Zusammenbau über Einstellscheiben oder Wellenmuttern präzise einzustellen.
Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +120 Grad Celsius. Damit eignet sich das Bauteil für wechselnde thermische Bedingungen in industriellen Umgebungen. Maßgeblich für die tatsächliche Temperaturgrenze im laufenden Betrieb sind neben den Lagerkomponenten auch der gewählte Schmierstoff sowie die Wärmeabfuhr der umgebenden Konstruktion.
Die Kennzeichnung P0, oft auch als Normaltoleranz PN oder ABEC 1 bezeichnet, steht für die herkömmliche Standard-Genauigkeitsklasse bei Wälzlagern. Sie definiert die zulässigen Maß-, Form- und Laufabweichungen für Bohrung, Außendurchmesser und Rundlauf. Diese Genauigkeit genügt für die Mehrzahl aller Anwendungen im allgemeinen Maschinen- und Getriebebau vollkommen.
Ein robuster Stahlblechkäfig führt und trennt die Kegelrollen gleichmäßig entlang der Laufbahn, um Reibung und Verschleiß gering zu halten. Stahlblechkäfige zeichnen sich durch mechanische Festigkeit und Temperaturunempfindlichkeit aus, wodurch sie auch bei stoßartigen Lasten und im Temperaturbereich bis +120 Grad Celsius formstabil bleiben.
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