SKF
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Das Kegelrollenlager 32938 von SKF nimmt mit seinen Hauptabmessungen 190x260x45 mm hohe kombinierte Radial- und Axialkräfte in industriellen Großgetrieben auf.
Das einreihige Kegelrollenlager 32938 von SKF ist für anspruchsvolle Lagerungen mit schweren Lasten konzipiert. Durch die kegelige Anordnung der Rollen überträgt das Bauteil gleichzeitig radiale Kräfte sowie axiale Belastungen aus einer Richtung. Die Fertigung in der SKF Explorer-Leistungsklasse zeichnet sich durch verfeinerte Oberflächen an den Laufbahnen aus. Zusammen mit dem Stahlblechkäfig unterstützt die Konstruktion eine gleichmäßige Lastverteilung im Dauerbetrieb.
Dieses Lager kommt vor allem bei hohen radialen Kräften in Kombination mit einseitigen Axiallasten zum Einsatz. Typische Anwendungsbereiche finden sich auf stark belasteten Wellen und Getriebestufen im Großmaschinenbau. Da das einreihige Lager Axialkräfte nur in eine Richtung aufnimmt, montieren Anwender meist ein zweites Kegelrollenlager spiegelbildlich als Gegenlager. So entsteht eine betriebssichere Führung für wechselnde Axialkräfte.
Das Lager ist in der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1 ausgeführt, was für gängige Passungen im Maschinenbau ausgelegt ist. Bei der Konstruktion lässt sich berücksichtigen, dass der Innenring samt Rollensatz und der Außenring getrennt voneinander montierbar sind. Das erleichtert das Aufpressen auf Wellen mit 190 mm Durchmesser. Die erforderliche Lagerluft stellen Anwender erst beim Einbau durch das gezielte Anstellen gegen das zweite Lager ein.
Mit einem Innendurchmesser von 190 mm, einem Außendurchmesser von 260 mm und einer Gesamtbreite von 45 mm eignet sich das Lager insbesondere für Konstruktionen mit begrenztem radialem Bauraum bei großem Wellendurchmesser. Die Abmessungen entsprechen der genormten Baureihe 329.
Explorer steht bei SKF für eine Ausführung mit abgestimmter Innengeometrie und optimierter Oberflächenbeschaffenheit der Laufbahnen. Diese Eigenschaften tragen dazu bei, Reibung sowie Spannungsspitzen an den Kontaktflächen der Rollen zu verringern, was einen stabilen Lauf unter hohen Dauerbelastungen unterstützt.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +120 Grad Celsius. Der verbaute Stahlblechkäfig bleibt über dieses gesamte Temperaturfenster formstabil. Bei der Auslegung sollte darauf geachtet werden, dass das verwendete Schmiermittel für die anfallenden Betriebstemperaturen freigegeben ist.
Bei einem Kegelrollenlager bilden Innenring und Rollenkranz eine Baueinheit, während der Außenring separat abziehbar ist. Diese Bauweise ermöglicht es, Innen- und Außenring unabhängig voneinander in das Gehäuse und auf die Welle einzupressen, was die Handhabung bei der Montage spürbar erleichtert.
Ein einreihiges Kegelrollenlager besitzt im unmontierten Zustand keine feste Lagerluft. Das Betriebsspiel oder eine Vorspannung wird erst während der Montage festgelegt, indem das Lager axial gegen ein zweites, spiegelbildlich angeordnetes Wälzlager mit Einstellscheiben oder Wellenmuttern angestellt wird.
In offener Ausführung verfügt das Kegelrollenlager über keine integrierten Dichtungen. Es lässt sich je nach Anforderung mit Schmieröl oder Schmierfett schmieren. Die Abdichtung gegenüber Verschmutzungen und Feuchtigkeit erfolgt über externe Dichtungssysteme des umgebenden Gehäuses.
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