SKF
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Axial-Schrägkugellager BTW130 CTN9/SP von SKF: Zweiseitig wirkendes Präzisionslager mit 130 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser und 60 Grad Druckwinkel für axiale Führung.
Das Axial-Schrägkugellager BTW130 CTN9/SP ist eine zweiseitig wirkende Lagereinheit für anspruchsvolle Führungsaufgaben. Durch den steilen Druckwinkel von 60 Grad nimmt dieses offene Wälzlager beidseitig auftretende Axialkräfte gezielt auf. SKF fertigt das Bauteil aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Ein Polyamidkäfig führt die Wälzkörper im Betrieb. Mit den Abmessungen von 130 mm Bohrung, 200 mm Außendurchmesser sowie 84 mm Breite dient das Lager der Aufnahme axialer Lasten im Maschinenbau.
Baugruppen mit wechselnder axialer Beanspruchung nutzen die zweiseitige Wirkrichtung dieser Bauform. Das Axial-Schrägkugellager BTW130 CTN9/SP führt Wellen präzise in beiden axialen Richtungen. Typische Einsatzfelder finden sich bei Wellenlagerungen mit beidseitigen Axialbelastungen im Präzisionsmaschinenbau. Da die Ausführung ohne Befestigungsbohrungen und ohne Schmierbohrung konstruiert ist, erfolgen Montage und Schmierstoffzufuhr über die umgebende Gehäusekonstruktion. Das offene Lager verlangt eine externe Gehäuseabdichtung zum Schutz vor Verunreinigungen.
Ein Druckwinkel von 60 Grad leitet Axialkräfte direkt über die Wälzkörper in die Führungsbahnen ab. Radiale Führungskräfte kann dieses Lager nicht aufnehmen. Die Toleranzklasse SP (Special Precision) definiert eng gefasste Maß- und Rundlauftoleranzen für eine präzise Führung. Berücksichtigen Sie bei der Auslegung den zulässigen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad. Zudem sollte der verwendete Schmierstoff mit dem Werkstoff des Polyamidkäfigs abgestimmt sein.
Mit einem Innendurchmesser von 130 mm, einem Außendurchmesser von 200 mm und einer Gesamtbreite von 84 mm passt das Lager in entsprechende Einbauräume. Es besteht aus Wälzlagerstahl 100Cr6 und ist als Einzellager ausgeführt. Anhand dieser Anschlussmaße lässt sich das Bauteil präzise in passende Gehäusebohrungen einpassen.
Die Kennzeichnung SP steht für „Special Precision“. Sie signalisiert enger gefasste Toleranzen für Lauf- und Maßgenauigkeit im Vergleich zu Standardlagern. Diese Präzisionsklasse vermindert Rundlaufabweichungen und unterstützt eine exakte axiale Positionierung rotierender Bauteile in Präzisionsanwendungen.
Da das Lager ohne Dichtscheiben und ohne Schmierbohrung ausgeführt ist, erfolgt die Schmierstoffversorgung über das Maschinengehäuse. Das System lässt sich mit Schmieröl oder Schmierfett betreiben. Externe Dichtelemente an den Gehäusedeckeln dienen dazu, den Austritt des Schmiermittels zu begrenzen und Schmutz fernzuhalten.
Für den Betrieb ist ein Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad spezifiziert. Diese Grenzwerte basieren auf der Gefügestabilität des Wälzlagerstahls sowie der thermischen Beständigkeit des Polyamidkäfigs. Das eingesetzte Schmiermittel muss für die Betriebstemperaturen innerhalb dieses Bereichs geeignet sein.
Ein steiler Druckwinkel von 60 Grad ermöglicht die direkte Übertragung rein axialer Lasten zwischen Kugel und Laufbahn. Dadurch nimmt das Wälzlager axiale Kräfte in beiden Richtungen mit hoher Steifigkeit auf. Für quer wirkende Radialkräfte ist diese Konstruktion nicht ausgelegt, weshalb separate Radiallager erforderlich sind.
Der Käfig trennt die Wälzkörper voneinander und führt sie im Kugelspalt. Polyamid zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht und gute Dämpfungseigenschaften aus. Dies trägt zu einer geringeren Reibungsentwicklung und einem ruhigen Lauf bei.
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