SKF
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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| 3 | 135,30 € | 1.217,67 € |
Axial-Schrägkugellager BTW110 CTN9/SP von SKF: Zweiseitig wirkendes Präzisionslager mit 110 mm Bohrung, 170 mm Außendurchmesser und 60 Grad Druckwinkel für axiale Führungen.
Das Axial-Schrägkugellager BTW110 CTN9/SP ist ein zweiseitig wirkendes Wälzlager für anspruchsvolle Lagerungsaufgaben. Durch den steilen Druckwinkel von 60 Grad nimmt dieses offene Lager hohe Axialkräfte aus beiden Richtungen auf. SKF fertigt die Lagerringe und Wälzkörper aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6). Ein Polyamidkäfig führt die Wälzkörper im Betrieb. Bei Abmessungen von 110 mm Innendurchmesser, 170 mm Außendurchmesser und 72 mm Breite bietet diese Ausführung eine tragfähige Basis für Werkzeugmaschinen und Spindeln.
Konstrukteure setzen dieses zweiseitig wirkende Lager vor allem zur axialen Fixierung von Hauptspindeln im Werkzeugmaschinenbau ein. Der Druckwinkel von 60 Grad sorgt für eine hohe axiale Steifigkeit unter wechselnden Lastrichtungen. Das Lager nimmt keine Radiallasten auf, weshalb eine Kombination mit Radiallagern wie Zylinderrollenlagern üblich ist. Dank der Toleranzklasse SP ermöglicht die Baueinheit eine präzise Wellenführung bei kontinuierlicher Drehbewegung im Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad.
Die Toleranzklasse SP steht für Special Precision und kennzeichnet eng tolerierte Abmaße sowie eine hohe Rundlaufgenauigkeit. In Verbindung mit dem leichten Polyamidkäfig reduziert das Lager Reibungsverluste und unterstützt einen ruhigen Lauf der Welle. Bei der Konstruktion ist zu beachten, dass die Ausführung ohne Dichtung und ohne Schmierbohrung gefertigt wird. Die Schmiermittelzufuhr sowie die Abdichtung erfolgen daher extern über das Gehäuse.
Mit einem Innendurchmesser von 110 mm, einem Außendurchmesser von 170 mm sowie einer Gesamtbreite von 72 mm passt dieses Lager auf entsprechende Spindelwellen. Das Bauteil kommt ohne integrierte Befestigungsbohrungen aus und wird über Gehäusedeckel oder Wellenmuttern axial montiert und fixiert.
Die Bezeichnung SP steht für Special Precision und definiert besonders feine Form- sowie Lauftoleranzen. Wälzlager dieser Klasse führen rotierende Wellen mit geringem Planschlag und unterstützen eine präzise Positionierung. Dies ist für Werkzeugmaschinenspindeln relevant, bei denen geringe Abweichungen die Bearbeitungsqualität des Werkstücks beeinflussen.
Ein Druckwinkel von 60 Grad richtet die Krafteinleitungslinie zwischen Laufbahn und Wälzkörper sehr steil zur Wellenachse aus. Dadurch erreicht die Lagereinheit eine hohe axiale Tragfähigkeit sowie Steifigkeit in beiden Belastungsrichtungen. Radiale Lasten kann diese Bauform nicht aufnehmen, weshalb sie durch separate Radiallager abgefangen werden.
Weil die Lagerausführung ab Werk weder Schmierbohrungen noch Dichtungen aufweist, erfolgt die Schmiermittelversorgung extern über die Lagerumgebung. Je nach Maschinenkonzept kommt eine kontinuierliche Ölschmierung oder eine gezielte Erstbefettung infrage. Die umgebende Gehäusekonstruktion sollte abgedichtet sein, um Schmiermittelverluste und das Eindringen von Partikeln zu vermeiden.
Der zulässige Einsatzbereich liegt zwischen -20 und +120 Grad. Diese thermischen Grenzen basieren auf der Werkstoffkombination aus Wälzlagerstahl (100Cr6) und dem Polyamidkäfig. Bei der Auslegung der Lagerstelle empfiehlt sich die Abstimmung auf das Schmiermittel, damit der tragende Schmierfilm innerhalb dieses Temperaturfensters stabil bleibt.
Ein Käfig aus Polyamid führt die Kugeln mit geringer Eigenmasse und günstigen Reibungswerten. Gegenüber massiven Metallkäfigen reduziert der Werkstoff das Trägheitsmoment im Lager, was das Anlaufverhalten begünstigt und Laufgeräusche dämpft. Zudem nimmt das elastische Material leichte Schwingungen auf und trägt zu gleichmäßigem Laufverhalten bei.
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