FAG
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Das Axial-Pendelrollenlager 29416 -E1-XL von FAG (80x170x54 mm) nimmt hohe Axiallasten auf und gleicht Winkelfehler sowie Wellendurchbiegungen im Betrieb aus.
Das Axial-Pendelrollenlager 29416 -E1-XL von FAG ist ein einseitig wirkendes Wälzlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Es verbindet eine sehr hohe axiale Belastbarkeit mit der Eigenschaft zur Winkeleinstellbarkeit. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 und ausgestattet mit einem Stahlblechkäfig, ist das Lager für Einsatztemperaturen von -30 bis +200 Grad ausgelegt. Mit den Nennmaßen 80 mm Bohrung, 170 mm Außendurchmesser und 54 mm Bauhöhe eignet es sich für Lagerungsstellen mit entsprechenden Einbaumaßen.
Dieses Axial-Pendelrollenlager kommt zum Einsatz, wenn starke Axialkräfte in einer Richtung wirken und gleichzeitig Fluchtungsfehler oder elastische Wellendurchbiegungen auftreten. Durch die hohlkugelige Laufbahn in der Gehäusescheibe stellt sich der Rollensatz selbsttätig ein, was Kantenpressungen entgegenwirkt. Neben reinen Axialbelastungen nimmt die Bauart bei gleichzeitig vorhandener Längskraft auch radiale Lastanteile auf. Typische Einsatzfelder sind vertikale Wellenstränge und Getriebewellen mit hohen axialen Druckbelastungen.
Der integrierte Stahlblechkäfig führt die tonnenförmigen Rollen präzise und bietet Festigkeit bei moderatem Eigengewicht. Er verträgt gängige Industrieschmierstoffe innerhalb des zulässigen Temperaturbereichs von -30 bis +200 Grad. Da Axial-Pendelrollenlager nicht selbsthaltend konstruiert sind, lassen sich Wellenscheibe und Gehäusescheibe separat voneinander montieren. Die Fertigung erfolgt in der Toleranzklasse P0 (ABEC 1). Im Betrieb ist auf eine stetig wirkende axiale Mindestbelastung zu achten, um Schlupfbewegungen zwischen Rollen und Laufbahn zu vermeiden.
Mit einem Innendurchmesser von 80 mm, einem Außendurchmesser von 170 mm sowie einer Bauhöhe von 54 mm bestimmen diese Nennmaße den Einbauraum. Die Einhaltung der Maße dient einer passgenauen Abstimmung mit Wellensitz und Gehäusebohrung in der Anschlusskonstruktion.
Die Gehäusescheibe besitzt eine hohlkugelige Laufbahn, in der sich die schräg angeordneten Tonnenrollen mitsamt Wellenscheibe frei einstellen können. Dadurch kompensiert das Wälzlager statische Montagefluchtungsfehler ebenso wie dynamische Durchbiegungen der Welle im laufenden Betrieb, ohne dass unzulässige Spannungsspitzen an den Wälzkörpern entstehen.
Einseitig wirkend bedeutet, dass das Lager axiale Kräfte nur in einer einzigen Achsrichtung aufnehmen kann. Sofern im Betrieb wechselnde Schubkräfte in Gegenrichtung auftreten, muss ein zweites Lager axial gegengestellt werden. Bei vorhandener Axiallast kann das Bauteil zudem moderate Querkräfte (Radiallasten) aufnehmen.
Das Lager aus Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 mit Stahlblechkäfig ist für Betriebstemperaturen zwischen -30 und +200 Grad ausgelegt. Das Material bleibt innerhalb dieses Spektrums formstabil. Bei der Auslegung der Anwendung ist darauf zu achten, dass der verwendete Schmierstoff ebenfalls für die konkrete Betriebstemperatur spezifiziert ist.
Die Ausführung entspricht der Normaltoleranzklasse P0 (auch PN genannt), was der internationalen Normklasse ABEC 1 gleicht. Diese Einstufung regelt die zulässigen Maß-, Form- und Laufabweichungen für die Bohrung, den Außendurchmesser und die Planlaufgenauigkeit im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.
Axial-Pendelrollenlager sind nicht selbsthaltend aufgebaut. Die Wellenscheibe inklusive Rollensatz und Käfig kann getrennt von der Gehäusescheibe montiert werden. Dieser modulare Aufbau erleichtert das schrittweise Aufpressen auf den Wellensitz sowie das Einlegen in das Gehäuse und vereinfacht künftige Wartungs- und Inspektionsarbeiten.
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