FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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Das Axial-Pendelrollenlager 29332 -E1-XL von FAG mit den Maßen 160x270x67 mm nimmt schwere einseitige Axiallasten auf und gleicht Fluchtungsfehler im Betrieb aus.
Beim Axial-Pendelrollenlager 29332 -E1-XL handelt es sich um ein hoch belastbares Wälzlager des Herstellers FAG für vorwiegend axiale Kräfte. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), kombiniert diese Bauart schräg zur Lagerachse angeordnete Tonnenrollen mit einer hohlkugeligen Laufbahn in der Gehäusescheibe. Durch diese Geometrie kompensiert das Lager Fluchtungsfehler sowie Durchbiegungen der Welle im laufenden Betrieb. Konstrukteure und Instandhalter greifen auf dieses Lager zurück, wenn hohe Axialkräfte auftreten und elastische Verformungen auszugleichen sind.
Dieses Axial-Pendelrollenlager kommt überall dort zum Einsatz, wo schwere axiale Lasten in einer Wirkrichtung abgestützt werden sollen. Typische Einsatzfelder finden sich in schweren Industrieantrieben und Großgetrieben, in denen erhebliche Axialkräfte bei gleichzeitigen Schiefstellungen auftreten. Das Lager verkraftet neben den dominierenden Axialkräften auch begrenzte Radialbelastungen. Da die Wälzkörperlaufbahn in der Gehäusescheibe sphärisch ausgeführt ist, bleibt die Tragfähigkeit auch bei Schiefstellungen der Welle erhalten. Dadurch mindert die Konstruktion Kantenspannungen an den Rollen und begünstigt einen gleichmäßigen Lauf der Lagerung.
Das Lager ist mit einem formstabilen Stahlblechkäfig ausgestattet, der die Rollen führt und für Schmierstoffe gut durchlässig bleibt. Für Konstruktion und Wartung bietet die Werkstoffpaarung aus 100Cr6 und Stahlblech einen weiten Einsatzbereich von -30 bis +200 Grad. Die Toleranzklasse P0/PN (entsprechend ABEC 1) definiert die Standardgenauigkeit für den industriellen Maschinenbau. Bei der Auslegung ist die einseitig wirkende Bauform zu beachten: Bei wechselnden Lastrichtungen ist eine passende Gegenlagerung vorzusehen, um ein Abheben der Rollensätze im lastfreien Betriebszustand zu verhindern.
Mit einer Bohrung von 160 mm, einem Außendurchmesser von 270 mm sowie einer Breite von 67 mm ist dieses Lager dimensioniert. Diese Hauptabmessungen erlauben den Einbau auf entsprechenden Wellenzapfen im schweren Maschinenbau. Vor dem Einbau empfiehlt sich die Prüfung des Passungssitzes der Wellen- und Gehäusescheiben auf Maßhaltigkeit.
Einseitig wirkend bedeutet, dass das Lager Axialkräfte ausschließlich in eine Richtung aufnehmen kann. In die Gegenrichtung überträgt es keine Kräfte. Treten wechselnde Axiallasten auf, ist ein zweites Lager oder eine geeignete Gegenlagerung vorzusehen, damit die Wälzkörper stets unter definierter Mindestlast laufen.
Zwischen -30 und +200 Grad Celsius bewegt sich der zulässige Temperaturbereich. Ermöglicht wird diese Beständigkeit durch den Einsatz von Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) in Kombination mit einem temperaturstabilen Stahlblechkäfig. Bei Betrieb nahe den Temperaturgrenzen sind Schmierstoffe zu wählen, die für diesen thermischen Bereich freigegeben sind.
P0, auch bezeichnet als Normaltoleranz PN oder ABEC 1, definiert die Standardgenauigkeit für Wälzlager nach gängigen Normen. Sie regelt zulässige Abweichungen der Anschlussmaße und des Rundlaufs. Für die Mehrheit der industriellen Maschinenbauanwendungen bietet diese Toleranzklasse eine ausreichende Präzision bei verlässlicher Austauschbarkeit.
Über die Gehäusescheibe mit hohlkugelig geschliffener Laufbahn gleicht das Lager Schiefstellungen aus. Da der Mittelpunkt dieser Kugelzone auf der Lagerachse liegt, stellen sich die schräg stehenden Tonnenrollen gemeinsam mit der Wellenscheibe stufenlos im Gehäuse ein. Fluchtungsfehler und elastische Wellendurchbiegungen werden somit ohne Verkanten der Rollen kompensiert.
Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt in dieser Ausführung die Tonnenrollen. Stahlblechkäfige bieten eine gute Festigkeit bei geringem Eigengewicht und zeichnen sich durch Beständigkeit gegenüber Schmierstoffen und Temperaturschwankungen aus. Zudem begünstigt die offene Käfigform den Schmierstoffdurchtritt zwischen den Wälzkörpern und den Laufbahnen.
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