FAG
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
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| 20 | 16,78 € | 150,98 € |
Einreihiges Zylinderrollenlager NU215 -E-XL-M1-C3 von FAG mit 75 mm Bohrung, Messingkäfig und C3-Lagerluft für radiale Führungen als Loslager.
Das Zylinderrollenlager NU215 -E-XL-M1-C3 nimmt als offenes Wälzlager hohe radiale Kräfte auf. Durch die zylindrischen Rollen bietet die Konstruktion im Vergleich zu Punktberührungen eine breite Kontaktfläche auf den Laufbahnen. Der Hersteller FAG stattet diese Ausführung mit einem massiven Messingkäfig sowie einer leicht vergrößerten radialen Lagerluft aus. Mit den Abmessungen von 75 mm Innendurchmesser, 130 mm Außendurchmesser und 25 mm Breite eignet sich die Ausführung für industrielle Wellenlagerungen mit definierten Loslagerfunktionen.
In mechanischen Antriebssystemen führt dieses einreihige Lager die Welle rein radial und gleicht thermische Längenänderungen zwangfrei aus. Da die Bauform NU zwei feste Borde am Außenring besitzt, während der Innenring bordlos gefertigt ist, lässt sich der Innenring beidseitig herausnehmen und verschieben. Das wirkt axialen Verspannungen im Gehäuse entgegen, wenn im laufenden Betrieb Temperaturunterschiede auftreten. Typische Einsatzfelder finden sich in industriellen Lagerungen, bei denen vorrangig hohe Radiallasten aufgenommen werden müssen.
Das Nachsetzzeichen M1 kennzeichnet einen geführten Messingkäfig, der mechanischen Schwingungen und höheren Beschleunigungskräften standhält. Die Kennzeichnung C3 steht für eine gegenüber dem Standard erweiterte Radialluft. Diese zusätzliche Luftreserve kompensiert das radiale Einengen des Lagerspiels, das beim thermischen Fügen fester Passungen auf Welle und Gehäuse sowie durch Betriebswärme entsteht. Da es sich um ein offenes Lager ohne integrierte Dichtung handelt, muss die Lagerstelle über das Gehäuse abgedichtet und für den Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad passend geschmiert werden.
Die Ausführung besitzt einen Innendurchmesser von 75 mm, einen Außendurchmesser von 130 mm sowie eine Breite von 25 mm. Die Fertigung erfolgt in der Standard-Toleranzklasse P0/PN (entspricht ABEC 1). Vor dem Einbau sind der Bauraum auf der Welle sowie die Gehäusebohrung auf Passgenauigkeit zu prüfen.
Bei der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Führungsborde, während der Innenring bordlos ausgeführt ist. Dadurch lässt sich der Innenring zu beiden Seiten axial verschieben und komplett herausnehmen. Diese Eigenschaft erleichtert den getrennten Einbau von Außen- und Innenring und macht das Bauteil zu einem klassischen Loslager.
Die Angabe C3 beschreibt eine leicht erhöhte radiale Lagerluft im messkraftfreien Ausgangszustand. Wenn feste Passungen auf Welle oder Gehäuse den Innenring dehnen beziehungsweise den Außenring zusammendrücken, verringert sich das innere Spiel. Die C3-Klasse gleicht diese Einengung sowie betriebsbedingte Wärmeausdehnungen aus, um ein Klemmen der Wälzkörper zu verhindern.
Der mit dem Kürzel M1 gekennzeichnete Messingkäfig zeichnet sich durch hohe Formstabilität und Festigkeit aus. Gegenüber Käfigen aus Blech eignet sich der Messingwerkstoff besonders gut für Anwendungen mit starken Vibrationen, wechselnden Drehzahlen oder Stoßbelastungen. Der Käfig führt die zylindrischen Rollen auf gleichmäßigem Abstand zueinander.
Als offenes Zylinderrollenlager besitzt diese Bauform keine integrierten Dichtscheiben und am Außenring weder Schmiernuten noch Bohrungen. Die Abdichtung gegen Schmutz und Feuchtigkeit sowie der Schmierstoffrückhalt müssen daher über die Gehäusekonstruktion erfolgen, beispielsweise durch externe Wellendichtringe, Labyrinthdichtungen oder Gehäusedeckel.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +150 Grad. Um diese Spanne im Betrieb zu nutzen, müssen das eingesetzte Schmiermittel sowie die externen Dichtelemente der Gehäusekonstruktion auf die vorherrschenden Temperaturen abgestimmt sein.
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