SKF
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Das Zylinderrollenlager NJ2209 ECP von SKF ist ein einreihiges Stützlager mit 45 mm Bohrung für hohe Radialkräfte und einseitige axiale Führung.
Das Zylinderrollenlager NJ2209 ECP von SKF zeichnet sich durch seine optimierte Innenkonstruktion in der Explorer-Ausführung aus. Als offenes, einreihiges Wälzlager mit den Abmessungen 45 x 85 x 23 mm nimmt es vorrangig schwere Radiallasten auf. Durch die zylindrische Rollengeometrie entsteht ein Linienkontakt zwischen Rollen und Laufbahnen. Dies verleiht der Lagerung eine ausgeprägte Steifigkeit bei kompaktem Bauraum.
Diese Bauform kommt vorrangig in Lagerungsanordnungen zum Einsatz, an denen erhebliche Radialkräfte wirken. Als Stützlager führt das Lager die Welle in einer axialen Richtung, während es Axialkräfte aus dieser Richtung gezielt aufnimmt. Der Innenring besitzt einen festen Bord, während der Außenring mit zwei Borden ausgeführt ist. Dadurch ermöglicht die Konstruktion einen definierten axialen Verschiebeweg zum Ausgleich thermischer Längenausdehnungen.
Das Nachsetzzeichen ECP verweist auf einen leichten Polyamidkäfig sowie die optimierte Rollenführung der Explorer-Serie. Dieser Käfig reduziert Reibung sowie Geräuschentwicklung und eignet sich für den Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad. Weil sich der Innenring einseitig herausnehmen lässt, gelingt der getrennte Einbau von Welle und Gehäuse zügig. Als offenes Bauteil ohne integrierte Dichtung erfordert das Lager ein externes Dichtungskonzept in der Anschlusskonstruktion.
Das Lager weist einen Innendurchmesser von 45 mm, einen Außendurchmesser von 85 mm sowie eine Breite von 23 mm auf. Der Außenring ist ohne Schmiernut oder Schmierbohrung ausgeführt. Durch diese standardisierten Maße eignet sich das Bauteil für passgenaue Maschinensitze bei anspruchsvollen Einbauverhältnissen.
Die NJ-Ausführung fungiert als Stützlager. Der Außenring besitzt zwei feste Führungsborde, während der Innenring über einen einseitigen Bord verfügt. Diese Anordnung erlaubt es dem Lager, neben hohen Radialkräften auch axiale Führungskräfte aus einer Richtung aufzunehmen und gleichzeitig thermische Längenänderungen der Welle auszugleichen.
Die Kennzeichnung ECP steht für eine optimierte Innenkonstruktion sowie einen Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht sowie elastische Laufeigenschaften aus. Die optimierte Rollenführung trägt dazu bei, Reibung und Geräuschentwicklung im Betrieb gering zu halten.
Die Maßgenauigkeit entspricht der Normaltoleranz P0 beziehungsweise ABEC 1. Bei der Laufgenauigkeit erreicht das Lager die engere Toleranzklasse P6 beziehungsweise ABEC 3. Diese Einstufung unterstützt einen vibrationsarmen Rundlauf bei definierten Anforderungen an die Passsitze der Anschlusskonstruktion.
Der zulässige Betriebsbereich erstreckt sich von -30 bis +120 Grad Celsius. Die Grenze wird maßgeblich durch das Material des Polyamidkäfigs bestimmt. Für den dauerhaften Betrieb ist ein Schmierstoff zu wählen, dessen Viskosität und thermische Beständigkeit auf diese Einsatzgrenzen abgestimmt sind.
Weil das offene Lager keine integrierten Dichtungen besitzt, schützt eine externe Gehäuseabdichtung vor Schmutz und Feuchtigkeit. Die Schmierung erfolgt je nach Einsatzfall mit Schmierfett oder über einen Ölkreislauf. Der Innenring lässt sich zur getrennten Montage und Schmierung einseitig herausnehmen.
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