STC-Steyr
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Das einreihige Zylinderrollenlager NU1064 M1/C3 von STC-Steyr bietet hohe Radialtragfähigkeit bei 320 mm Bohrung und fungiert als zerlegbares Loslager.
Das Zylinderrollenlager NU1064 M1/C3 von STC-Steyr ist für schwere industrielle Lagerstellen konzipiert, an denen große Radialkräfte aufgenommen werden müssen. Durch den Linienkontakt zwischen Rollen und Laufbahn nimmt das Großlager erhebliche Lasten auf. Die Ausführung der Bauform NU besitzt zwei feste Borde am Außenring, während der Innenring bordlos bleibt. Dies ermöglicht den Ausgleich axialer Wellendehnungen direkt im Lagergehäuse.
Das Zylinderrollenlager NU1064 M1/C3 eignet sich primär für Wellenlagerungen mit thermisch bedingten Längenänderungen im Schwer- und Großmaschinenbau. Da die Rollen auf der Laufbahn des Außenrings geführt werden, verschiebt sich die Welle mit dem Innenring axial kräftefrei. Typische Einsatzbereiche sind schwer belastete Wellenführungen im allgemeinen Industrieanlagenbau, die auf getrennte Fest- und Loslagerungen angewiesen sind. Dort hält die NU-Konstruktion axiale Zwangskräfte von der benachbarten Festlagerung fern.
Die Lagerluftklasse C3 weist ein größeres Radialspiel auf als die Normalausführung, was bei einem Bohrungsdurchmesser von 320 mm funktionale Vorzüge bietet. Feste Passungen auf der Welle dehnen den Innenring beim Aufpressen aus, wodurch das ursprüngliche Spiel abnimmt. Treten im laufenden Betrieb zusätzliche Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse auf, nimmt die C3-Lagerluft diese thermische Ausdehnung auf. Ein Klemmen der Zylinderrollen wird dadurch konstruktiv vermieden.
Dieses Zylinderrollenlager von STC-Steyr ist ein einreihiges Radialrollenlager für hohe Lasten. Es verfügt über feste Borde am Außenring und einen bordlosen Innenring. Mit der vergrößerten Lagerluft C3 gleicht das Bauteil thermische Differenzen im Betrieb aus, während der Linienkontakt radiale Kräfte aufnimmt.
In der Bauform NU übernimmt das Lager ausschließlich Radialkräfte und dient als reines Loslager. Weil der Innenring keine Borde aufweist, bewegt sich der Rollensatz axial frei über dessen Laufbahn. Axiale Verschiebungen durch Wärmeausdehnung der gelagerten Welle werden so zwangfrei im Lager ausgeglichen, ohne axiale Verspannungen zu erzeugen.
Das Großlager weist einen Innendurchmesser von 320 mm auf. Der Außendurchmesser beträgt 480 mm bei einer Bauhöhe von 74 mm. Diese standardisierten Hauptabmessungen ermöglichen den direkten Einbau in entsprechend dimensionierte Lagergehäuse und Wellensitze schwerer Industrieanlagen.
Die bordlose Konstruktion des Innenrings gestattet das vollständige Abziehen zu beiden Seiten. Dieser modulare Aufbau vereinfacht die getrennte Montage von Innenring auf der Welle und Außenring im Gehäuse. Besonders bei Großlagern dieser Dimension spart die zerlegbare Ausführung Montagezeit und schützt die Laufbahnen vor Verkantungen.
Die Angabe C3 beschreibt eine vergrößerte radiale Lagerluft über dem Standardwert. Diese Luftreserve ist bei Großlagern mit 320 mm Bohrung notwendig, wenn enge Passungen den Innenring aufweiten oder hohe Betriebstemperaturen ein thermisches Gefälle zwischen Welle und Gehäuse erzeugen. Dadurch bleibt der freie Rollenlauf erhalten.