NACHI
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Das einreihige Zylinderrollenlager N213 C3 von NACHI (65x120x23 mm) dient als zerlegbares Loslager zur Aufnahme hoher Radialkräfte bei thermischer Längenausdehnung.
Dieses Wälzlager von NACHI ist als einreihiges Zylinderrollenlager N213 C3 für mechanisch beanspruchte Industrieanwendungen ausgelegt. Durch den Linienkontakt der Zylinderrollen nimmt das Bauteil hohe Radialkräfte auf. Die Bauform N besitzt feste Borde am Innenring, während der Außenring bordlos ausgeführt ist. Dadurch ermöglicht die Konstruktion einen reibungsarmen axialen Ausgleich direkt im Lager.
Die Konstruktion eignet sich für rotierende Wellen, an denen radiale Belastungen auftreten und thermische Längenausdehnungen ausgeglichen werden müssen. Typische Einsatzfelder finden sich in Getrieben und Antriebseinheiten mit getrennter Fest- und Loslageranordnung. Als reines Loslager fängt das Bauteil Längenänderungen der Welle ab, was axiale Verspannungen im Gehäuse vermeiden soll. Das offene Lager wird über das Schmiersystem der Maschine mit Schmieröl oder Wälzlagerfett versorgt.
Die Bauform N zeichnet sich durch einen beidseitig abziehbaren Außenring aus. Dieses Konstruktionsmerkmal erleichtert Montage und Demontage, da Innen- und Außenring getrennt voneinander eingepasst werden können. Das Nachsetzzeichen C3 steht für eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Freiraum trägt dazu bei, ein Klemmen der Wälzkörper bei Temperaturdifferenzen zwischen den Ringen oder bei strammen Passungen zu verhindern. Ein Stahlblechkäfig führt die Rollen gleichmäßig auf Abstand.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine gegenüber der Normalausführung leicht vergrößerte radiale Lagerluft. Dieser zusätzliche Freiraum dient dazu, thermische Ausdehnungen der Bauteile im laufenden Betrieb auszugleichen. Zudem kompensiert die vergrößerte Lagerluft Passungsüberdeckungen, wenn Innen- oder Außenringe mit festem Sitz montiert werden.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 65 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Baubreite von 23 mm. Die Fertigung erfolgt nach der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1. Der Außenring ist zylindrisch glatt gefertigt, ohne Haltenut und ohne integrierte Schmierbohrungen.
Bei der Bauform N führt der Innenring die Wälzkörper zwischen zwei festen Borden, während der Außenring bordlos ausgeführt ist. Dadurch lässt sich der Außenring beidseitig abziehen. Das Lager fungiert als reines Loslager und erlaubt eine axiale Verschiebung der Welle gegenüber dem Gehäuse.
Die offene Bauart ermöglicht den ungehinderten Zutritt von Schmieröl oder Schmierfett direkt an die Kontaktflächen zwischen Rollen und Laufbahnen. Der Schutz vor Schmutzpartikeln oder Feuchtigkeit wird bei offenen Lagern durch externe Dichtungselemente der Gehäusekonstruktion realisiert.
Ein Käfig aus Stahlblech führt die Zylinderrollen und hält sie gleichmäßig auf Abstand. Dies verhindert die direkte Berührung benachbarter Rollen, verringert die Reibung im Wälzkörperkranz und unterstützt einen stabilen Lauf bei der Rotation.
Zylinderrollenlager der Bauform N können keine axialen Kräfte aufnehmen. Da der Außenring bordlos gefertigt ist, gleiten die Rollen axial ungehindert ab. Zur axialen Fixierung der Welle muss an der Lagerung ein separates Festlager vorgesehen werden, etwa ein Rillenkugellager.
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