SKF
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Das Zylinderrollenlager NJ202 ECP/C3 von SKF mit 15 mm Bohrung und vergrößerter C3-Lagerluft nimmt hohe radiale Belastungen in Industrieanwendungen auf.
Das Zylinderrollenlager NJ202 ECP/C3 von SKF ist ein kompaktes Radialrollenlager für Maschinen mit anspruchsvollen Betriebsbedingungen. Mit den Hauptabmessungen von 15 mm Innendurchmesser, 35 mm Außendurchmesser und 11 mm Breite eignet sich die Baueinheit für Wellenlagerungen mit begrenztem Bauraum. Zylinderrollenlager übertragen durch den Linienkontakt zwischen Rollen und Laufbahnen hohe Radialkräfte. Durch die Ausführung der Bauform NJ dient das Lager zusätzlich der einseitigen axialen Führung der Welle im Betrieb.
Konstrukteure und Instandhalter nutzen diese Lagerbauform bevorzugt in kompakten Wellen- und Antriebskonstruktionen mit hohen Radialkräften. Überall dort, wo radiale Belastungen bei höheren Drehzahlen auftreten, spielt das Rollenlager seine Steifigkeit aus. Die Bauart NJ verfügt über zwei feste Borde am Außenring sowie einen festen Bord am Innenring. Dadurch nimmt das Bauteil Axialkräfte aus einer Richtung als Stützlager auf. Typische Einsatzbereiche umfassen Lagerungsstellen in der allgemeinen Antriebstechnik, bei denen geringe Durchbiegungen der Welle gefordert sind.
Das Kürzel C3 kennzeichnet eine vergrößerte radiale Lagerluft gegenüber der normalen Standardausführung. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen den Rollen und Laufbahnen dient dem Ausgleich thermischer Ausdehnungen im Betrieb, wenn sich Welle und Innenring erwärmen. Auch bei festen Passungen auf der Welle bleibt so das nötige Betriebsspiel erhalten. Bei der Auslegung empfiehlt sich die Prüfung möglicher Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring. Für die Werkstattmontage erlaubt die zerlegbare Konstruktion ein getrenntes Aufziehen der Ringe.
Die Hauptabmessungen betragen 15 mm Innendurchmesser, 35 mm Außendurchmesser und 11 mm Breite. Diese Maße erleichtern die Auslegung neuer Lagerstellen sowie den direkten Austausch bei bestehenden Konstruktionen. Vor dem Einbau empfiehlt sich die Prüfung des Wellen- und Gehäusesitzes auf entsprechende Passmaße.
Zwei feste Borde am Außenring und ein fester Bord am Innenring kennzeichnen die Bauform NJ. Dadurch kann das Lager axiale Führungskräfte in einer Richtung aufnehmen und dient als Stützlager. In die entgegengesetzte Richtung lässt die Bauform axiale Verschiebungen der Welle zu, wodurch Wärmedehnungen ausgeglichen werden können.
Eine C3-Lagerluft bietet mehr radiales Spiel als die Normalausführung. Erwärmt sich die Welle während des Betriebs stärker als das Gehäuse, dehnt sich der Innenring aus. Das vergrößerte Spiel wirkt einem Verklemmen der Wälzkörper entgegen und unterstützt den ruhigen Lauf bei erhöhter Temperaturentwicklung oder festen Passungen.
Zylinderrollenlager dieser Bauart sind zerlegbar ausgeführt. Der Innenring kann getrennt von der Außenring- und Rolleneinheit auf die Welle montiert werden. Dieses Merkmal vereinfacht den mechanischen Einbau in engen Maschinengehäusen und trägt dazu bei, die Laufbahnen vor Stoßbelastungen während des Fügevorgangs zu bewahren.
Zylinderrollenlager besitzen zylindrische Rollkörper, die einen Linienkontakt mit den Laufbahnen bilden, während Kugellager Punktkontakt aufweisen. Dadurch nimmt das Rollenlager bei vergleichbaren Abmessungen höhere Radialkräfte auf und bietet eine höhere Steifigkeit. Rillenkugellager eignen sich dagegen für geringere Belastungen bei gleichzeitiger axialer Führung in beide Richtungen.
Da diese Ausführung ohne integrierte Dichtungen gefertigt ist, erfolgt die Schmierung über die Gehäuseumgebung. Je nach Drehzahl und Einsatzbedingungen wird Schmierfett oder Schmieröl zugeführt. Eine externe Dichtung am Gehäusedeckel soll den Schmierstoff vor Verunreinigungen schützen und Schmutzpartikel von den Laufbahnen fernhalten.
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