NACHI
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 25 | 1,41 € | 26,74 € |
| 35 | 2,81 € | 25,34 € |
Das Zylinderrollenlager NJ207 C3 von NACHI mit 35 mm Bohrung dient als zerlegbares Stützlager zur Aufnahme hoher Radialkräfte und einseitiger Axialkräfte.
Das Zylinderrollenlager NJ207 C3 ist ein einreihiges Rollenlager für anspruchsvolle Industrieanwendungen. Durch den Linienkontakt der zylindrischen Rollen nimmt diese Bauart hohe Radiallasten auf. Der Hersteller NACHI fertigt dieses Lager in der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1). Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig und hält die Reibung gering. Da das Bauteil offen ausgeführt ist, wird es direkt über ein Schmiersystem mit Schmieröl oder Schmierfett versorgt.
Konstrukteure setzen dieses Zylinderrollenlager ein, wenn neben hohen radialen Belastungen auch axiale Führungskräfte in einer Richtung auftreten. Die NJ-Bauform besitzt zwei feste Borde am Außenring und einen festen Bord am Innenring. Dadurch wirkt das Lager als Stützlager: Es nimmt Axialkräfte in einer Richtung auf und lässt in Gegenrichtung axialen Verschiebeweg zu. Typische Einsatzbereiche finden sich in Wellenlagerungen, bei denen thermische Längenausdehnungen der Welle konstruktiv ausgeglichen werden müssen.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht erhöhte radiale Lagerluft im Auslieferungszustand. Dieser vergrößerte Spielraum zwischen Zylinderrollen und Laufbahnen gleicht Betriebsbedingungen aus, bei denen sich die Welle stärker erwärmt als das Lagergehäuse oder feste Passungen den Innenring aufweiten. Da der Innenring einseitig herausnehmbar ist, lässt sich das Lager getrennt voneinander auf Welle und Gehäuse montieren. Dies erleichtert die Montage und spart Zeit bei der Instandhaltung von Maschinen.
Mit 35 mm Bohrungsdurchmesser, 72 mm Außendurchmesser und 17 mm Breite ermöglicht das Lager den direkten Einbau in passende Gehäuse. Die offene Bauform ohne integrierte Dichtungen erfordert eine bauseitige Gehäuseabdichtung gegen Schmutzpartikel und Feuchtigkeit.
Bei der Bauform NJ verfügt der Außenring über zwei feste Borde, während der Innenring einen einseitigen Bord aufweist. Diese Konstruktion erlaubt eine axiale Führungsfunktion in eine Richtung, während in die andere Richtung eine axiale Verschiebung der Welle möglich bleibt. Vollkommen freie Loslager wie die Bauform NU besitzen hingegen bordlose Innenringe ohne axiale Führungsfähigkeit.
Eine vergrößerte Radiallagerluft C3 verhindert, dass sich das Lager bei Erwärmung im Betrieb verspannt. Durch Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring dehnt sich das Material aus, was das Radialspiel im laufenden Prozess verringert. Die C3-Ausführung trägt dazu bei, dass die Wälzkörper auch unter thermischer Belastung oder bei festen Passungssitzen mit ausreichendem Betriebsspiel laufen.
Ein geführter Stahlblechkäfig hält die zylindrischen Rollen auf gleichmäßigem Abstand und reduziert den Reibungswiderstand bei Drehung. Gleichzeitig zeichnet sich der Werkstoff durch unempfindliches Verhalten gegenüber gängigen mineralischen sowie synthetischen Schmierölen und Schmierfetten aus.
Offene Wälzlager besitzen keine werksseitige Fettfüllung und keine integrierten Dichtungen. Vor Inbetriebnahme ist eine Schmierung mit passendem Schmierfett oder Schmieröl erforderlich. Bei Umlaufschmierung gelangt das Schmiermittel ungehindert an die Laufbahnen und Borde, was Reibungswärme abführt und mechanischen Verschleiß an den Kontaktzonen minimiert.
Durch die Konstruktion mit einseitigem Innenringbord lässt sich der Innenring vom restlichen Rollenkranz trennen. Diese Zerlegbarkeit vereinfacht den Einbau im Maschinenbau: Welle und Gehäuse können mit den jeweiligen Lagerringen separat vormontiert werden, bevor das Aggregat ohne Verkanten axial zusammengeführt wird.
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