NKE
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 10 | 5,89 € | 111,84 € |
| 20 | 11,77 € | 105,96 € |
Die Bauform NU zeichnet sich durch zwei feste Borde am Außenring aus, während der Innenring bordlos und beidseitig herausnehmbar ausgeführt ist. Diese Konstruktion fungiert als reines Loslager. Sie nimmt ausschließlich radiale Kräfte auf und gleicht axiale Verschiebungen der Welle gegenüber dem Gehäuse im Lager selbst aus.
Durch den Linienkontakt zwischen Rollen und Laufbahnen nimmt das Lager hohe radiale Kräfte auf. Der Einsatz empfiehlt sich insbesondere in Wellenlagerungen, bei denen ein Längenausgleich erforderlich ist. Als Loslager gleicht es Längenänderungen der Welle aus, die durch thermische Ausdehnungen im Betrieb entstehen, ohne dass axiale Verspannungen in der Lagerstelle auftreten.
Die Variante verfügt über die vergrößerte Lagerluftklasse C4. Lagerluft bezeichnet das radiale Spiel zwischen den Rollen und den Laufbahnen im unmontierten Zustand. Eine C4-Lagerluft empfiehlt sich, wenn durch feste Passungen auf Welle oder Gehäuse der Innenring aufgeweitet bzw. der Außenring eingeschnürt wird. Auch bei deutlichen Temperaturdifferenzen zwischen Welle und Gehäuse wirkt die vergrößerte Lagerluft einem Klemmen der Wälzkörper entgegen. Vor dem Einbau sind die Passungsverhältnisse sowie die erwarteten Betriebstemperaturen abzustimmen.
Das Lager hat einen Innendurchmesser von 65 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Breite von 23 mm. Durch diese genormten Maße passt es in standardisierte Gehäuse und auf entsprechende Wellenabschnitte nach Toleranzklasse Normal (P0/PN bzw. ABEC 1).
Bei der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Borde, welche die Zylinderrollen führen. Der Innenring ist bordlos und lässt sich beidseitig herausziehen. Dadurch nimmt das Lager ausschließlich Radialkräfte auf und dient als reines Loslager, das axiale Verschiebungen der Welle reibungsarm ausgleicht.
Die Kennzeichnung C4 steht für eine radial vergrößerte Lagerluft über dem Standardbereich sowie über der Klasse C3. Sie wirkt einem Verklemmen der Rollen entgegen, wenn feste Passungen auf Welle und Gehäuse oder Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring das Betriebsspiel während des Maschinenlaufs verengen.
Nein, die Bauform NU kann bauartbedingt keine axialen Belastungen aufnehmen. Da der Innenring keine Borde aufweist, bewegen sich Innen- und Außenring axial zueinander frei. Für die Aufnahme von Axialkräften ist zusätzlich ein Festlager oder eine andere Lagerbauform in der Lagerungsanordnung vorzusehen.
Durch die Trennbarkeit können Innenring und Außenring samt Rollensatz separat auf Welle und in das Gehäuse montiert werden. Das vereinfacht den Einbau bei festen Passungen, da beide Komponenten unabhängig voneinander thermisch oder mechanisch gefügt werden können, bevor die Bauteile zusammengeführt werden.
Das Lager ist nach der Standard-Toleranzklasse P0 bzw. PN gefertigt, was der Klassifizierung ABEC 1 entspricht. Diese Toleranzklasse definiert die üblichen Maß- und Rundlauftoleranzen für industrielle Anwendungen im Maschinenbau und dient der Austauschbarkeit mit genormten Komponenten gleicher Nenngröße.
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