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Das Zylinderrollenlager NU2312 -E-TVP3 von NKE Steyr (60x130x46 mm) nimmt als einreihiges Loslager hohe radiale Lasten im Maschinenbau auf.
Das Zylinderrollenlager NU2312 -E-TVP3 ist ein einreihiges Radialrollenlager mit zylindrischer Bohrung von 60 mm, einem Außendurchmesser von 130 mm sowie einer Breite von 46 mm. Als offenes Wälzlager ohne Dichtungen konzipiert, eignet es sich für geschmierte Baugruppen mit hohen Radialkräften. Die Ausführung entspricht der Toleranzklasse P0 (ABEC 1) und verfügt über eine normale Radiallagerluft. Dank der getrennten Bauweise lassen sich Innen- und Außenring nacheinander auf Welle und Gehäuse montieren.
Konstrukteure nutzen dieses Lager vorrangig zur Aufnahme reiner Radialkräfte an Lagerstellen, an denen thermische Längenänderungen der Welle ausgeglichen werden müssen. Bei der Bauform NU besitzt der Außenring zwei feste Borde, während der Innenring bordlos ausgeführt ist. Dadurch verschiebt sich die Welle axial zwangfrei im Lager, ohne axiale Verspannungen zu erzeugen. Typische Einsatzbereiche finden sich an radial hoch belasteten Wellenlagerungen, in denen stabile Führungen unter schwerer Radiallast gefordert sind.
Die Kennzeichnung TVP3 steht für einen Käfig aus Polyamid, der die Zylinderrollen präzise führt und auf Abstand hält. Das spezifische Gewicht des Kunststoffs hält die Massenkräfte bei Drehzahlwechseln gering. Zudem trägt der Werkstoff zu einer Dämpfung von Schwingungen und einem geräuscharmen Lauf bei. Bei der Planung sind der zulässige Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad sowie die Eignung des gewählten Schmierstoffs für Polyamidwerkstoffe zu berücksichtigen.
Mit einem Innendurchmesser von 60 mm, einem Außendurchmesser von 130 mm und einer Breite von 46 mm folgt das Lager gängigen Hauptabmessungen. Diese Dimensionen machen das Wälzlager passend für Wellenlagerungen im allgemeinen Maschinen- und Getriebebau, die hohe radiale Stützkräfte erfordern.
Bei der NU-Bauform führt der Außenring die Rollen zwischen zwei festen Borden, während der Innenring bordlos gefertigt ist. Der Innenring lässt sich dadurch beidseitig herausnehmen. Dies ermöglicht einen axialen Ausgleich von Längenausdehnungen im Betrieb und vereinfacht die getrennte Montage von Innen- und Außenring.
Für das Lager ist ein Einsatzbereich von -30 bis +120 Grad vorgesehen. Begrenzt wird diese Spanne im Wesentlichen durch den Polyamidkäfig und das verwendete Schmiermittel. Achten Sie bei der Auslegung darauf, dass das eingesetzte Schmierfett oder Schmieröl für diesen thermischen Bereich sowie den Polyamidkäfig freigegeben ist.
Offene Lager besitzen keine integrierten Dichtscheiben und laufen direkt im Schmierkreislauf der Maschine oder in einem abgedichteten Gehäuse. Diese Ausführung verringert die Reibung im Lager und erlaubt eine freie Versorgung mit Schmieröl oder Schmierfett. Schmutz und Feuchtigkeit müssen bei Bedarf durch externe Gehäusedichtungen abgehalten werden.
Die Einstufung in P0 beziehungsweise ABEC 1 bezeichnet die normale Toleranzklasse für Maß- und Laufeigenschaften von Wälzlagern. Sie genügt den Anforderungen der meisten Industrie- und Maschinenbauanwendungen. Wellen- und Gehäusesitze sollten passend zu dieser Standardtoleranz ausgelegt werden, um einen ruhigen Rundlauf und gleichmäßige Lastverteilung zu erzielen.
Die normale Lagerluft bezeichnet das radiale Spiel zwischen den Rollen und Laufbahnen vor dem Einbau. Nach dem Aufpressen auf die Welle und dem Einbau ins Gehäuse verengt sich dieses Spiel durch Passungsübermaße. Bei regulären Betriebstemperaturen und Standardpassungen ermöglicht diese Lagerluftklasse einen reibungsarmen Betrieb.
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