SKF
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Das einreihige SKF Zylinderrollenlager BC1-0313 mit den Maßen 30x62x20 mm nimmt hohe Radialkräfte auf und führt Wellen mithilfe eines Stahlblechkäfigs.
Das Zylinderrollenlager BC1-0313 von SKF ist ein einreihiges Radial-Wälzlager für industrielle Anwendungen. Rollenförmige Wälzkörper übertragen durch den Linienkontakt höhere Radialkräfte als Kugellager bei vergleichbarem Bauraum. Mit einem Innendurchmesser von 30 mm, einem Außendurchmesser von 62 mm und einer Breite von 20 mm bietet diese Ausführung eine steife Wellenführung. Das offene Bauteil ohne integrierte Dichtung eignet sich vor allem für geschmierte Systeme in geschlossenen Gehäusen.
Dieses Lager nimmt vorrangig hohe radiale Lasten auf und eignet sich für Lagerungsstellen mit steifer Führung der Welle. Durch die Auslegung für Betriebstemperaturen von -30 bis +150 Grad eignet es sich für industrielle Umgebungen mit entsprechenden thermischen Bedingungen. Ein Stahlblechkäfig führt die Zylinderrollen gleichmäßig und hält das Gewicht des Rollensatzes gering. Da der Außenring ohne Nut und Schmierbohrung ausgeführt ist, erfolgt die Schmierstoffzufuhr seitlich über den Gehäuseinnenraum.
Bei der Auslegung der Lagerstelle sind die normale Radiallagerluft sowie die Laufgenauigkeit nach P6 zu berücksichtigen. Während die Maßgenauigkeit der Standardklasse P0 entspricht, trägt die P6-Laufgenauigkeit zu einem vibrationsarmen Rundlauf bei höheren Drehzahlen bei. Als offenes Lager besitzt das Modell keine Dichtungen. Daher erfordert die Konstruktion eine externe Gehäuseabdichtung gegen Schmutzeintrag und Schmierstoffaustritt sowie eine auf den Temperaturbereich abgestimmte Schmierung.
Mit einer Bohrung von 30 mm, einem Außendurchmesser von 62 mm sowie einer Breite von 20 mm entspricht die Baugröße gängigen Wellen- und Gehäusepassungen. Diese Maße definieren den erforderlichen Bauraum. Durch den zylindrischen Aufbau lässt sich die Lagerstelle bei der Montage getrennt fügen, sofern Innen- und Außenring separat montiert werden.
Die Maßgenauigkeit der Anschlussmaße wie Bohrung und Außendurchmesser liegt in der Normaltoleranz P0 (entspricht ABEC 1). Die Laufgenauigkeit erfüllt dagegen die engere Toleranzklasse P6 (ABEC 3). Diese Kombination begrenzt radiale Rundlauffehler im laufenden Betrieb und unterstützt eine präzise Führung der rotierenden Welle.
Der spezifizierte Temperaturbereich reicht von -30 bis +150 Grad Celsius. Die Wälzkörper, Lagerringe und der Stahlblechkäfig sind auf den Betrieb innerhalb dieser thermischen Spanne abgestimmt. Für den Einsatz in diesem Bereich muss auch das gewählte Schmiermittel für die jeweilige Betriebstemperatur freigegeben sein.
Als offenes Wälzlager ist diese Variante für den Einbau in geschlossene Maschinengehäuse konzipiert, bei denen ein Öl- oder Fettkreislauf die Schmierung sicherstellt. Ohne schleifende Dichtscheiben bleibt der Reibungswiderstand gering. Der Schutz vor Partikeln und Feuchtigkeit muss in diesem Fall durch die Gehäusekonstruktion übernommen werden.
Der Stahlblechkäfig führt die zylindrischen Rollen gleichmäßig auf Abstand und verhindert den direkten Kontakt der Wälzkörper untereinander. Das Material bietet mechanische Festigkeit bei geringer Eigenmasse. Dies begünstigt ein ruhiges Abrollverhalten und verringert die Reibung im Wälzkörpersatz bei Rotation.
Die Kennzeichnung steht für das herstellerseitig vordefinierte radiale Lagerspiel im unverbauten Zustand. Sie bietet den notwendigen Ausgleich für Passungsüberdeckungen und die betriebsbedingte thermische Ausdehnung der Bauteile. Dadurch wird ein Klemmen der Rollen unter normalen Betriebsbedingungen vermieden.
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