SKF
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Das Zylinderrollenlager N315 ECM/C3 von SKF bietet mit 75 mm Bohrung und Messingkäfig eine robuste Loslager-Lösung für hohe Radialbelastungen.
Das einreihige Zylinderrollenlager N315 ECM/C3 von SKF nimmt als offenes Wälzlager hohe Radialkräfte auf. Mit einer Bohrung von 75 mm, 160 mm Außendurchmesser und 37 mm Breite führt das Lager die Rollen über feste Borde am Innenring. Der bordlose Außenring lässt sich beidseitig abziehen, was die axiale Verschiebbarkeit als Loslager ermöglicht. Die optimierte Innenkonstruktion ECM sorgt in Kombination mit dem massiven Messingkäfig für hohe mechanische Belastbarkeit bei anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Dieses Wälzlager eignet sich vor allem für Lagerstellen mit reiner Radialbelastung, bei denen axiale Längenänderungen der Welle auszugleichen sind. Die Bauform N fungiert als reines Loslager, wodurch sich Wärmedehnungen zwischen Welle und Gehäuse spannungsfrei im Lagerinneren vollziehen. Durch den zugelassenen Temperaturbereich von -30 bis +150 Grad lässt sich das Bauteil auch bei thermischen Schwankungen betreiben. Konstruktionen mit getrennter Aufnahme von Radial- und Axialkräften nutzen diese Bauweise zur gezielten Entlastung angrenzender Festlager.
Der massive Messingkäfig verleiht dem Rollensatz Stabilität gegen Vibrationen und Beschleunigungskräfte. Die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 gleicht thermische Ausdehnungen bei Betriebstemperatur sowie Aufweitungen durch feste Passungen aus. Dadurch sinkt das Risiko mechanischer Verspannungen im Wälzkörperkontakt. Die Kombination aus Standard-Maßgenauigkeit P0 (ABEC 1) und erhöhter Laufgenauigkeit P6 (ABEC 3) unterstützt zudem einen ruhigen, vibrationsarmen Rundlauf der Welle.
Mit einem Innendurchmesser von 75 mm, einem Außendurchmesser von 160 mm und einer Breite von 37 mm entspricht das Lager den genormten Abmessungen der Reihe N315. Als offene Ausführung ohne Dichtscheiben erfordert das Bauteil eine externe Schmierung sowie eine entsprechende Gehäuseabdichtung gegen Schmutzeintrag.
Die Nachsetzzeichen-Kombination ECM steht für eine optimierte Innenkonstruktion und einen massiven Käfig aus Messing. Der Werkstoff Messing zeichnet sich durch gute Notlaufeigenschaften sowie Beständigkeit bei Schwingungen aus, während die Innengeometrie die Tragfähigkeit der Rollen im Kontakt optimiert.
Die Bauform N führt den Rollensatz über feste Borde am Innenring, während der Außenring bordlos ist. Dadurch kann sich der Außenring axial in beide Richtungen frei verschieben, sodass thermische Längenänderungen der Welle keine zusätzlichen Axialkräfte in der Lagerstelle erzeugen.
Die Kennzeichnung C3 bezeichnet eine leicht erhöhte Radiallagerluft im Vergleich zur Normalausführung. Dieses größere Lagerspiel verhindert ein Verklemmen der Wälzkörper, falls Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungssitze die Lagerringe aufweiten.
Der spezifizierte Temperaturbereich reicht von -30 bis +150 Grad. Da das Lager offen gefertigt ist und keine wärmeempfindlichen Kunststoffkäfige oder Elastomerdichtungen enthält, bestimmt in der Praxis vor allem das eingesetzte Schmiermittel die thermischen Einsatzgrenzen.
Das Wälzlager besitzt eine Maßgenauigkeit nach der Normalklasse P0 beziehungsweise ABEC 1 sowie eine erhöhte Laufgenauigkeit nach Klasse P6 beziehungsweise ABEC 3. Die engere Lauftoleranz reduziert Rundlauffehler im Betrieb und begünstigt ein ruhiges Schwingungsverhalten.
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